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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Bund fördert die Ausweitung von Betreuungszeiten in Kita Wunschtraum Gleichberechtigung Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Die Gleichstellung von Mann und Frau hat Fortschritte gemacht. Doch mit dem ersten Kind, sogar schon mit den ersten Gedanken daran, löst sich der Wunsch von Gleichberechtigung in Luft aus. Frauen in den 20ern und 30ern, die sich in den nächsten Jahren für oder gegen ein Kind entscheiden müssen, sind in dem Glauben erzogen worden, dass ihnen wie den Männern auch, alle Möglichkeiten offenstehen. Doch die Phase dieser unbeschränkten Möglichkeiten endet mit der Geburt eines Kindes, wenn die alten Rollenmuster ihren Weg zurück in den Alltag finden. Obwohl nicht alle Mütter ihren Beruf aufgeben und nicht alle Väter weiter Vollzeit arbeiten wollen, sieht die Realität doch oft so aus. Die Frau übernimmt die Betreuung und der Mann den Broterwerb. Wenn es finanziell nötig ist, wird auch von Müttern erwartet, dass sie in den Beruf zurückkehren, aber bitte nur als Teilzeitkraft. So müssen Frauen nicht nur treu sorgende Mütter sein, der man die Schwangerschaft nach sechs Wochen nicht mehr ansieht und ihr Kind mindestens sechs Monate stillt. Frauen müssen als Teilzeitkraft auf Jobs mit Verantwortung verzichten, weil die sich mit einem Teilzeitpensum kaum vereinbaren lassen und damit auch auf die Selbstverwirklichung. Um Männern und Frauen ein gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen, ist der Ausbau der Betreuungszeiten zwingend nötig. Dabei geht es nicht um eine 24-stündige Fremdbetreuung des Kindes, sondern um flexible Angebote, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, zum Wohl des Kindes und der Eltern.

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