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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Gesetzentwurf zum Fracking Misstrauen Dirk Müller

Bielefeld (ots) - Kein Zweifel mehr. Auch in Deutschland wird die umstrittene Gasfördermethode Fracking praktiziert werden. Jedes Misstrauen gegenüber den Beteuerungen der Großen Koalition war berechtigt. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) spricht im Hinblick auf ihren Gesetzentwurf zwar von den strengsten Regeln, die es für die Methode je gab. Das stimmt, aber auch nur deshalb, weil es das erste Gesetz zum Thema ist. So ist es kaum beruhigend, dass Wasserschutz- und Trinkwassergewinnungsgebiete von Fracking-Erlaubnissen ausgeschlossen sind. Das wäre ja wohl auch noch schöner. Ungeachtet massiver Werbefeldzüge der Energiekonzerne gibt es weiter große Zweifel an der Umweltverträglichkeit der Technologie. Die Ausweisung von Schutzgebieten ist längst nicht überall gleich geregelt, die Wasserwirtschaft ist jedenfalls aufs höchste beunruhigt. Flächenverbrauch, Lärm, Abfall- und Abwasserentsorgung werfen weitere Sorgen auf. Ach ja: NRW-Bürger können aufatmen. Solange sie regiere, werde es im Land kein Fracking geben, versprach Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Schaun wir mal: Misstrauisch bleiben!

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