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Neue Westfälische: Polizei als Opfer von Gewalt Zwischen den Fronten HUBERTUS GÄRTNER

    Bielefeld (ots) - Die Polizei in Deutschland soll den Bürgern möglichst ein Freund und Helfer sein. Doch im Alltag stoßen die Beamten bei ihren Einsätzen auf wenig Gegenliebe. Sie werden nicht nur mit üblen Schimpfworten beleidigt, sondern immer häufiger auch körperlich attackiert und verletzt. Das steht nach den amtlichen Statistiken zweifelsfrei fest. Danach ist die Zahl der gewalttätigen Übergriffe gegen Polizisten und andere Vollstreckungsbeamte in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Zumeist sind es Jugendliche oder Heranwachsende, die in alkoholisiertem Zustand den nötigen Respekt vor den Ordnungshütern vermissen lassen. Aus harmlosen Verkehrskontrollen entwickeln sich wüste Keilereien. Stadt- und Schützenfeste sowie Amateurfußballspiele geraten immer häufiger aus den Fugen. Wenn uniformierten Polizisten dann einschreiten, stehen sie zwischen die Fronten und werden unverhofft zu Zielscheiben. Diese Entwicklung ist bedenklich. Soziologen beklagen eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Viele junge Menschen sind nicht integriert; sie fühlen sich chancenlos und ausgegrenzt. Ihre Hemmschwelle, auch Repräsentanten des Staates tätlich anzugreifen, sinkt. Das darf nicht toleriert werden, doch der Ruf nach härteren Strafen wird allein das Problem nicht lösen. Es muss viel früher bekämpft werden.

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