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NABU fordert Reform des Agrarmarketings

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat Verbraucherministerin
Renate Künast dazu aufgefordert, das Absatzfondsgesetz als
juristische Grundlage des bundesdeutschen Agrarmarketings umgehend zu
reformieren. "Solange das Absatzfondsgesetz nicht ausdrücklich auf
die Förderung zukunftsfähiger Märkte für ökologische und regionale
Produkte ausgerichtet ist, werden weiterhin Millionen von Mark für
eine undifferenzierte Gießkannenwerbung für konventionelle
Erzeugnisse verschwendet", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd
Billen. Die aktuelle Werbekampagne der Agrar-Marketinggesellschaft
CMA mit dem Titel "deutsche Pute -- die gute" sei ein weiterer Beleg
für die dringende Notwendigkeit, das deutsche Agrarmarketing an den
neuen Zielen und Aufgaben der Agrarpolitik auszurichten. Eine
pauschale Werbung für das aus Sicht des Verbraucher-, Umwelt- und
Tierschutzes besonders umstrittene Putenfleisch bedeute eine direkte
Unterstützung von Agrarfabriken und sei nicht mehr zeitgemäß.
    
    Nach Ansicht des NABU müsse mit der Novellierung des
Absatzfondsgesetzes eine Neudefinition der Arbeit der mit rund 190
Millionen Mark jährlich ausgestatteten CMA verbunden werden. "Die
Förderung regionaler und ökologischer Produkte sowie die Information
und Aufklärung der Verbraucher müssen künftig absolute Priorität
haben", forderte Billen. Der NABU habe Verbraucherministerin Künast
einen konkreten Novellierungsvorschlag für das Absatzfondsgesetz
vorgelegt. "Um die Agrarwende auch an der Ladentheke erfolgreich zu
gestalten, muss das bundesdeutsche Agrarmarketing möglichst bald eine
neue Legitimationsbasis erhalten", so der NABU-Bundesgeschäftsführer.
Die CMA dürfe in Zukunft nicht mehr der "verlängerte Arm" des
Bauernverbandes sein, sondern müsse ihre Gremien für die Interessen
des Umwelt- und Verbraucherschutzes öffnen.
    
    
ots Originaltext: NABU
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Florian Schöne, NABU-Agrarreferent, Tel. 0228-4036-169.

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