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NABU fordert umweltschonenden Anbau einheimischer Eiweiß-Futterpflanzen

Bonn (ots) - Für eine gezielte Förderung des umweltschonenden Anbaus eiweißreicher Futterpflanzen durch die einheimische Landwirtschaft hat sich der Naturschutzbund NABU ausgesprochen. Als Folge des Tiermehlverbotes in Deutschland und der EU werde die Landwirtschaft verstärkt auf pflanzliches Eiweiß zurückgreifen. "Wir müssen jetzt unbedingt darauf achten, uns nicht neue Umweltprobleme und Risken für die Verbraucher einzuhandeln", forderte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. So sei es etwa nicht hinnehmbar, den Eiweißbedarf der europäischen Landwirtschaft durch zusätzlichen Import von Sojaschrot zu decken. "Wir laufen sonst Gefahr, den Teufel BSE mit dem Beelzebub Soja auszutreiben", mahnte Billen. Der Anbau von Soja habe in vielen Teilen der Welt verheerende Folgen für die Umwelt, zudem sei das Ausmaß von Verunreinigungen mit gentechnisch verändertem Soja derzeit völlig unkalkulierbar. Der NABU fordert, verstärkt auf den einheimischen Anbau proteinreicher Futterpflanzen wie etwa Ackerbohnen und Kleegras auszuweichen und hierfür ein umfangreiches Förderprogramm aufzulegen. "Das muss jetzt zügig angepackt werden, bis Februar müssen die Bauern wissen, womit sie rechnen können", betonte Billen. Bedingung für die Förderung müsse allerdings ein naturverträglicher Anbau und besonders der Verzicht auf Pestizide sei. "Das Ziel ist giftfreie Nahrung und eine gesunde Umwelt. Das erreichen wir nur, wenn auch die Futtermittel ohne Gift produziert werden", so Billen. Nach Ansicht des NABU werde für das geforderte Programm kein zusätzliches Geld im Agrarhaushalt benötigt. Durch Umschichtungen, etwa durch Streichung der ohnehin überflüssigen Prämie für die Erzeugung von Silomais, ließen sich die benötigten Mittel problemlos bereitstellen. ots Originaltext: NABU Bonn Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: NABU-Pressestelle Tel. 0228-4036-141 Im Internet zu finden unter http://www.presse-service.de/Meldungen.cfm?PS_ID=80&typ=0 Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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