Greenpeace e.V.

"Kids for Forests!"
Kinder als Urwaldbotschafter aktiv für den Schutz der letzten Urwälder der Erde

    Berlin (ots) - Über 200 Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren gehen an diesem Wochenende in Berlin und acht weiteren Städten als Urwaldbotschafter der Greenpeace-Mitmachaktion "Kids for Forests" an den Start. Sie setzen sich für den Schutz der "Fantastischen Sieben" ein - der sieben letzten großen Urwaldgebiete der Erde und der dort lebenden Tiere. Am Sonntag ziehen als Orang Utans, Elefanten und Tiger verkleidete Kinder trommelnd und rasselnd von der Berliner Friedrichstraße bis zum Brandenburger Tor, wo sie ein sechs Meter großer Grizzlybär erwartet.

    Bereits am Samstag laden die Urwaldbotschafter in Köln, Hamburg, Marburg, Oldenburg, München, Augsburg und Wilhelmshaven Passanten ein, Totempfähle, große Banner und Urwaldtiere zu bemalen. Sie veranstalten Urwaldspiele oder Fotoaktionen oder bauen Skulpturen aus Toilettenpapier und Möbeln unter dem Motto "Ich war einmal ein Urwaldbaum". Als Tiere geschminkte Urwaldbotschafter laden mit phantasievollen Aktionen am Sonntag in Erfurt zum Mitmachen ein.

    "Wenn wir auch die letzten Urwälder immer weiter abholzen, dann haben Affen, Elefanten und Wölfe bald kein zu Hause mehr und sterben aus", sagt die 15-jährige Sophia Rohde vom Greenteam "Die tagaktiven Fledermäuse" aus Berlin. "Wir müssen die Urwaldtiere und ihre Heimat schützen. Finger weg von den Fantastischen Sieben!" Zu den sieben letzten großen Urwaldgebieten dieser Erde gehören die tropischen und temperierten Regenwälder in Chile, Amazonien, Zentralafrika und Südostasien, die borealen Wälder in Nordamerika und Sibirien sowie die wenigen verbliebenen Urwälder Europas.

    Im Mittelpunkt der Greenpeace-Mitmachaktion "Kids for Forests" steht die Unterschriftenaktion "Die letzten Urwälder sollen leben!". Mit ihrer Unterschrift fordern die Kinder Bundeskanzler Schröder auf, sich auf internationaler Ebene ernsthaft für den Schutz der Urwälder einzusetzen. Außerdem sollen Holz und Holzprodukte aus Urwaldzerstörung in Regierungsbüros und anderen Bundesgebäuden in Zukunft nicht mehr zum Einsatz kommen. "Die Regierung in Deutschland muss bei sich selbst den Urwaldverbrauch einstellen und auch andere Länder dazu bringen. Herr Schröder soll sich dafür einsetzen, dass es auch dann noch Urwälder gibt, wenn wir groß sind", sagt die 13-jährige Nadine Stein aus Berlin.

    Urwälder sind die Schatzkammern der Erde. Sie beherbergen den größten Teil der biologischen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Als "grüne Lungen" sind sie lebensnotwendig zur Stabilisierung des Wasserhaushalts und des Weltklimas. Über 80 Prozent der ursprünglich existierenden Urwälder sind bereits zerstört. Amazonas-Baumriesen enden als Sperrholzplatten, Jahrtausende alte Bäume werden zu Zellstoff verkocht - um daraus kurzlebige Produkte wie Pappkartons, Klopapier und Zeitschriften herzustellen.

    Die Urwaldbotschafter geben heute nur den Startschuss: Sie laden Kinder und Jugendliche bundesweit ein, sich bis April 2002 mit bunten und kreativen Aktivitäten im Rahmen der Aktion "Kids for Forests!" für den Schutz der letzten Urwälder dieser Erde einzusetzen.


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