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Westfalenpost: Automobile Träume

    Hagen (ots) - Elektroautos Schwerpunkt der IAA 2009 Von Stefan Pohl Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt wird deutlich weniger Aussteller, Besucher, Neuvorstellungen und gute Laune aufweisen als ihre Vorgänger. Ist das ein Rückschritt, das Ende des automobilen Zeitalters gar? Nein, nur Ausdruck der Wirtschaftskrise mit der Erwartung magerer Jahre sowie der Bedrohung unserer Umwelt, zu der die Autoindustrie ihren Beitrag leistet. Ein bloßes Weiter so verbietet sich. Immer größer, stärker und schneller ist ein Motto von gestern. Für die gigantische Aufrüstung der Pkw-Leistungen verantwortlich ist nicht allein die Industrie. Die von den Kunden gewünschte Sicherheitsausstattung machte die Wagen schwerer und damit durstiger. Wo vor 30 Jahren 75 oder 90 PS reichten, werden heute 150 angeboten. Vernünftiger heißt das Zauberwort - die bestmögliche Verbindung von Fahrspaß, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Das passt zusammen: Deutsche Hersteller bieten schon heute in der Mittelklasse hoch aufgeladene Hubraumzwerge und extrem saubere Dieselfahrzeuge an. Mittelfristig wird dies der Königsweg zur Lösung des CO2-Problems bleiben, auf dem Mercedes, BMW und Audi weiter sein könnten, wenn sie die Ankündigungen aus Brüssel ernster genommen hätten. Alternativen gibt es kaum. Mit Hybridantrieben mögen sich die Deutschen nicht anfreunden, und der Rummel um das Elektroauto scheint verfrüht. Deutsche Produzenten wollen nicht wieder einem Trend hinterherlaufen. Frühestens in zwei Jahren werden die ersten stromgetriebenen Serien-Kleinwagen zunächst im Stadtverkehr laufen. Ist das schlimm? Schon immer war die IAA keine Verkaufsveranstaltung, sondern ein Schaufenster automobiler Träume.

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