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Neue OZ: Kommentar zu Koalition
Umfrage

Osnabrück (ots) - Kriegsminister lässt hoffen

Es ist eine schallende Ohrfeige für das Regierungstandem Merkel und Westerwelle: Ausgerechnet die Führungskräfte, die ureigene Klientel von Schwarz-Gelb, wenden sich ab. Und das, obwohl die Zeichen in der Wirtschaft auf Wachstum stehen. Insbesondere der viel zu oft auf Außendarstellung bedachte Westerwelle sollte das als Chance begreifen. Einen günstigeren Zeitpunkt für eine Richtungskorrektur gibt es nicht. Schlechter können die Umfragewerte ohnehin nicht mehr werden. Zeit für die FDP, die unbezahlbaren Forderungen nach Steuererleichterungen offen zurückzunehmen.

Die Umfrage räumt ganz nebenbei mit dem Vorurteil auf, dass die Beliebtheit von Ministern in ihren Ämtern begründet liegt. So galt das Amt des Außenministers bisher stets als Sympathie-Garant, den Chefs der Finanz- und Arbeitsministerien wurde ein eher negatives Image zugeschrieben. Die Minister des Kabinetts Merkel stellen diese Erfahrungswerte auf den Kopf. Besonders schmerzhaft muss das für Wirtschaftsminister Brüderle sein. Schließlich galt sein Vorgänger Guttenberg noch vor ein paar Monaten in diesem Amt als Volkes Liebling. Dass der adelige Bayer selbst als Kriegsminister seine hohen Sympathie-Werte halten kann, lässt erahnen, auf wem die Hoffnungen in der Union ruhen, wenn Merkel tatsächlich scheitern sollte.

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