Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Hochwasser an der Oder

Osnabrück (ots) - Höchste Alarmstufe

Es ist historischer Boden. Wo im 18. Jahrhundert Friedrich der Große Sümpfe trockenlegen ließ und die Kanalisierung natürlicher Flussläufe begann, herrscht höchste Hochwasser-Alarmstufe. Wieder einmal. Denn das letzte verheerende Hochwasser an der Oder ist gerade einmal 13 Jahre her.

Im Moment scheint es so, als ob nach dieser Katastrophe vor allem am Westufer des Grenzflusses geeignete Maßnahmen zum Schutz von Menschen, Tieren und Gebäuden getroffen wurden. Neue Spundwände und Deiche, für die viel Geld ausgegeben wurde, halten bisher auf deutscher Seite den Wassermassen stand. Hoffentlich bleibt das so.

In Polen hat man nicht so viel in Uferbefestigungen investiert, wohl aus Geldmangel. Dafür muss das Land einen hohen Preis zahlen. 20 Todesopfer hat die jüngste Flutkatastrophe in Polen bisher gefordert. Es ist keine Frage, dass der Hochwasserschutz dort jetzt verbessert werden muss. Die Frage ist, wie groß die Flut sein wird, die beim nächsten Hochwasser im Oderbruch ankommt, wenn sich der Fluss im Oberlauf nicht mehr ausbreiten kann.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Osnabrücker Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: