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Neue OZ: Kommentar zu Atom
Atommüll
Endlager
Gorleben

    Osnabrück (ots) - Realistische Einstufung

    Die Aufregung um jüngste Äußerungen von Umweltminister Sander ist müßig. Er hat ja nicht eine Deponie für nuklearen Schrott andernorts in Niedersachsen gefordert, sondern die Lage für den Fall eines Scheiterns von Gorleben realistisch eingestuft.

    Wenn das Endlager im Wendland tatsächlich nicht realisiert werden kann, dürften bei der Suche nach Alternativen Ton- und andere Steinsalzformationen ins Visier geraten - und bei beiden Wirtsgesteinen finden sich qualifizierte Vorkommen gerade auch zwischen Ems und Elbe. Dass die damalige Bundesregierung in den 70er-Jahren zunächst den Salzstock Wahn im Emsland als Entsorgungsstandort auserkor, kam sicher nicht von ungefähr. Erst auf Albrechts Intervention wurde dann auf Gorleben umgepolt. Als in mehrfacher Hinsicht fatal könnte sich jetzt erweisen, dass es im Wendland bis heute nicht gelungen ist, die Untersuchungen zu Ende zu führen. Wäre vor zehn Jahren nicht das Erkundungsprogramm willkürlich gestoppt worden, wüsste man längst Bescheid, ob dieser Standort geeignet ist oder nach Ersatz gesucht werden muss.

    Doch diese Klärung war bewusst nicht gewollt - sie hätte ja das Entsorgungsproblem frühzeitiger lösen können, als dies Kernkraftgegnern recht war. Aber wer weiß, vielleicht hält nach der Bundestagswahl doch noch Vernunft Einzug.

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