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"Ich mache keine halben Sachen!" Ralf Bauer im Tele 5-Exklusiv-Interview

"Ich mache keine halben Sachen!"
Ralf Bauer im Tele 5-Exklusiv-Interview
Painkiller Jane, Folge 8: Die Behandlung (Friendly Fire): In der Folge 'Die Behandlung' gerät Jane (Kristanna Loken) unter Mordverdacht. Nach einer durchzechten Nacht wird ihr vorgeworfen, ihren Kollegen Riley getötet zu haben. Nur Maureen glaubt an Janes Unschuld. Was hat der zwielichtige Wissenschaftler Dr. Jakob Baumgartner (Ralf Bauer) ...

    München (ots) -

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    Der 42-jährige Schauspieler und Frauenschwarm über seine Rolle in 'Painkiller Jane', sein Image als Sunnyboy und die falsche Einstellung der Deutschen zu Serien.

    Tele 5 zeigt am 23. April um 22.05 Uhr die Sci-Fi-Serie 'Painkiller Jane' mit Ralf Bauer in der Folge ,Die Behandlung' als FREE-TV-PREMIERE

    Tele 5: Herr Bauer, Sie spielen in zwei Folgen der Serie 'Painkiller Jane' einen zwielichtigen Wissenschaftler. Haben Sie so eine diabolische Rolle genossen?

    Ralf Bauer: Ich habe es genossen, dass man diesen Typen nicht so leicht durchschauen kann und er sich am Ende eben doch als positiver Charakter herausstellt. Endlich mal kein böser Deutscher in einer amerikanischen Produktion!

    Haben Sie das Angebot wegen dieser interessanten Entwicklung angenommen?

    Das Angebot kam von einem Freund, dem Produzenten Tim Halkin, den ich noch von Disney-Club-Zeiten her kenne. Zum Zeitpunkt des Castings wusste ich aber überhaupt nichts über charakterliche Entwicklungen meiner Figur. Gewöhnlich läuft es so, dass ich erst das Drehbuch lese und mich dann entscheide. Bei 'Painkiller Jane' war es anders rum: Ich habe das Casting gemacht, übrigens hier in Deutschland, dann kam das Drehbuch - und dann gab es kein Wenn und Aber mehr - ich musste nach Vancouver fliegen.

    Trotzdem müssen Sie beim Casting doch schon etwas über Ihre Rolle gewusst haben?

    Beim Casting ging es nur um das Englisch. Als Deutscher in einer fremden Sprache zu drehen, das erfordert schon eine ganz besondere Konzentration. So hatte ich beim Casting ein Drehbuch, das bereits verfilmt worden war und ich hatte mit einer ganz anderen Rolle zu tun.

    Ihre Figur in der Serie kann sogar in die Haut anderer Leute schlüpfen. Wessen Gestalt würden Sie gerne annehmen?

    Bei Gesprächsverhandlungen würde ich gerne in die Haut von Produzenten schlüpfen. Vor allem bei den Leuten, die einem gegenübersitzen und vorgeben, dass sie einen mögen. So könnte man sehen, was sie wirklich von mir denken.

    Würden Sie denn lieber Kino als Serien machen?

    Wenn hierzulande eine Serie gedreht wird, herrscht bei den Beteiligten häufig das Gedankengut, "es ist ja eh nur eine Serie". Und dementsprechend ist dann das Endprodukt. Sehen Sie sich Kiefer Sutherland in '24' an, eine der besten Serie überhaupt! Viele Schauspieler, die in Amerika in so einer Serie mitspielen, sind oft besser als in großen Kinofilmen, einschließlich Kiefer Sutherland. Die Einstellung aller Beteiligten bei den Dreharbeiten ist sehr wichtig - und es geht nicht mal ums Geld, was immer behauptet wird. Wenn ich etwas mache, dann mach ich's richtig, da ist es dann egal, ob Theater, Serie, Kino, Lesung oder ob es eine große oder kleine Rolle ist.

    War 'Painkiller Jane' ein bewusster Karriereschritt in Richtung Amerika?

    Ich drehe gern im Ausland, aber der Wunsch, ich müsste für meine Karriere nach Amerika, ist nicht vorhanden. Da kann ich mir in Deutschland die besseren Rollen aussuchen.

    Hierzulande werden Sie oft als charmanter Frauenschwarm besetzt...

    Wenn ich mir meine Vita so angucke, gab es oft Rollen, in denen ich gestorben bin, am Ende verlassen wurde oder jemanden umgebracht habe. Rollen, von denen man in der Öffentlichkeit aber kaum etwas wahrnimmt, weil diese Produktionen eben nicht so gepusht wurden wie andere.

    Trotzdem: Nervt Sie Ihr Image als Sunnyboy denn gar nicht?

    Nein, ein Image wird einem von außen aufgelegt und daran lässt sich nicht viel ändern. Außerdem habe ich eine andere Philosophie in meinem Leben: Erstmal will ich glücklich sein und mich nicht darüber definieren, was die Gesellschaft über mich denkt, was mein Berufszweig über mich denkt. Es gibt genug frustrierte Schauspieler, die am Ende ihres Lebens darüber sauer sind, dass sie mal eine große Rolle hatten, die sie zeitlebens verfolgt hat. Ich bin jetzt seit 18 Jahren runter von der Schauspielschule und es gab seitdem gerade mal zwei Monate, in denen ich arbeitslos war und das war der Wechsel vom 'Disney Club' zu 'Gegen den Wind'. Ein viel größeres Problem ist aber das Image, das Regisseure oder Produzenten von einem haben, weil sie jemanden nur über die Rolle oder eine Zeitung kennen. Das halte ich für gefährlich, weil sie eigentlich das Business kennen sollten.

    Wollten Sie eigentlich schon immer Schauspieler werden?

    Eigentlich wollte ich Hubschrauberpilot werden, aber als ich als Statist im Theater Baden-Baden gewesen bin, hat sich der Berufswunsch gewandelt.

    Welche Filmprojekte stehen bei Ihnen zurzeit an?

    Ich habe ein Drehbuch auf dem Tisch liegen, das aber erst im Herbst gemacht werden soll, eine finnische Komödie. Ich würde auch gerne mal einen Abenteuerstoff machen, wie etwa 'Zorro', nur steht momentan leider nichts in dieser Richtung an.

    Ein Abenteuer hatten Sie mal bei 'Stars in der Manege', wo Sie sich aus einem brennenden Sack befreit haben. Angst gehabt?

    Angst hatte ich gar nicht, ich liebe so was. Bei solchen Gelegenheiten kann ich meine Abenteuerlust ausleben.

    Interview: Steffen Wulf

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