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WAZ: Kann das Debakel Folgen haben? - Kommentar von Frank Lamers

Essen (ots) - Es ist eine Menge Herzblut geflossen, königsblaues Herzblut. Aber königsblaues Herzblut fließt nach jeder Niederlage in einem Derby gegen die ungeliebten Nachbarn aus Dortmund. Am späten Sonntagnachmittag jedoch wurde nicht nur die Stimmung der Fans schockgefrostet. Am späten Sonntagnachmittag haben ausgerechnet die Borussen mit ihrem 3:1-Sieg in der Arena die Schalker Ergebniskrise zum Saisonstart in eine Klubkrise bedrohlichen Ausmaßes verwandelt. Der FC Schalke 04 wankt. Null Punkte auf dem Konto nach den ersten vier Spieltagen der Bundesliga. Tabellenletzter. Und folgt nicht dem Sprudeln des Herzblutes im von Ungeduld geprägten Fußballgeschäft meist das Wetzen der Messer? Und weisen die Spitzen der Messer dann nicht gewöhnlich auf den Trainer? Müsste also nicht allein in Fankreisen, sondern auch bei der Führung des Vereins intensiv darüber diskutiert werden, ob Felix Magath noch die richtige Bankfachkraft ist? Natürlich kann selbst in einer Krisensituation wie dieser die richtige Antwort auf diese harte Trainerfrage lauten: Wir halten an Magath fest. Was allerdings nicht gut sein kann: Dass Schalke sich eine Trennung vom Trainer und seinem Trüppchen finanziell nicht einmal leisten kann, wenn das Herzblut bis an die Oberkante der Unterlippe steht.

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