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WAZ: Die WM ist kein Seniorenball. Kommentar von Frank Lamers

    Essen (ots) - Ohne Scheu werden in der aktuellen Krisenzeit Wörter in den Mund genommen, die vor Monaten noch als ganz böse galten. Wörter wie: Enteignung. Da ist es schon als mutig zu bezeichnen, dass Jens Lehmann daran erinnert, dass hierzulande freier Wettbewerb herrschen sollte. Der Torhüter fordert von der deutschen Nationalelf einfach nur eine leistungsbezogene Auswahl des Personals, und das ist ja wohl korrekt, einerseits. Andererseits findet nicht einmal der ebenfalls recht betagte Kollege Feldspieler Torsten Frings, dass ein 40-Jähriger bei der WM in Südafrika für Deutschland zwischen den Pfosten stehen sollte. Frings selbst übrigens wird beim Anstoß beinahe das 34. Lebensjahr erreicht haben. Und auch das (natürlich immer mit einem Seitenblick auf den sportlichen Wert) spricht gegen einen Einsatz. Ein 40-Jähriger im Tor und zwei dann bald 34-Jährige auf den zentralen Mittelfeldpositionen (der zweite ist Michael Ballack und, siehe Seitenblick, unentbehrlich), das geht nicht. Und das weiß auch Bundestrainer Joachim Löw. Er sollte es nur vielleicht einmal etwas klarer äußern.

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