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WAZ: Der Feind des Helden. Kommentar von Ulrich Schilling-Strack

    Essen (ots) - Die Fanfaren, der Jubel, der Glanz: Was war das für ein Tag, diese Amtseinführung von Barack Obama!

      Rund um den Globus kreiste die Begeisterung, man konnte sie fast
greifen, die ungeheuren Hoffnungen - und man kann nur beten, dass der
Mann nicht zerbricht unter der Last.

      Es wird, davon muss man ausgehen, vorerst die letzte große Party
gewesen sein. Wenn der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von
Amerika heute aufwacht, nach seiner ersten Nacht im Weißen Haus,
werden sie schon auf den Fluren warten und ungeduldig mit den Füßen
scharren, die Botschafter der Krisen, die Überbringer der Probleme.

      Er ist natürlich gut vorbereitet auf diesen Moment, der
mächtigste Mann der Welt. Hat die Nation, die acht Jahre Bush tief
gespalten hat, unmittelbar nach seinem Wahltriumph hinter sich zu
vereinen gesucht. Und hoffentlich die Besten im Kabinett versammelt.

      Wir erwarten aber Wunder von diesem Obama, und die möglichst
morgen. Dabei sollten wir doch wissen, dass der Alltag der natürliche
Feind des Helden ist.

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