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Früher Test für beste Sicht: Amblyopie-Check hilft Eltern, Sehschwäche bei Kindern rechtzeitig zu erkennen

Früher Test für beste Sicht: Amblyopie-Check hilft Eltern, Sehschwäche bei Kindern rechtzeitig zu erkennen. Prof. Klaus Rüther, Facharzt für Augenheilkunde und Leiter des Ressorts "Strabologie/Neuroophthalmologie" des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) / Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/53836 / Die ...

München (ots) - Der Welttag des Sehens am 09.10.2014 verdeutlicht, dass gutes Sehen nicht für alle selbstverständlich ist: alleine in Deutschland leben ca. 1,2 Millionen sehbehinderte und blinde Menschen. Daher sollte schon im frühen Kindesalter die Sehkraft getestet werden - denn von ihr hängen nicht nur scharfes und räumliches Sehvermögen ab, sondern unter Umständen auch die schulische Leistungsfähigkeit sowie die spätere Berufswahl. Nach Schätzungen des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) leiden heute rund 20 % der Kinder an Sehproblemen, bis zu 5 % eines Jahrgangs sind von Schwachsichtigkeit (Amblyopie) betroffen, die auf einer ungenügenden Ausbildung des Sehsystems beruht. Früh erkannt, kann sie erfolgreich behandelt werden. Tipps vom Augenexperten Prof. Klaus Rüther helfen Eltern, Anzeichen der Sehschwäche rechtzeitig zu deuten.

"Pro Jahr sind in Deutschland in einem Jahrgang ca. 6.000 Kinder von einer relevanten Amblyopie bedroht", schätzt Prof. Klaus Rüther, Facharzt für Augenheilkunde und Leiter des Ressorts "Strabologie/Neuroophthalmologie" des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA). Amblyopie ist eine Sehschwäche, als deren häufigste Ursachen Schielen und eine nicht entdeckte Brillen-Notwendigkeit gelten. Sie betrifft meist nur ein Auge und beruht darauf, dass das Gehirn den Seheindruck beider Augen unterschiedlich verarbeitet. So wird z.B. der Seheindruck eines schielenden Auges vom Gehirn ausgeblendet, was zu einer unzureichenden Entwicklung des Sehens dieses Auges führen kann. Damit das betroffene Auge nicht dauerhaft schlecht sieht, sollten Eltern bei auffälligem Blickverhalten ihrer Kinder oder im Falle eines sichtbaren Schielens möglichst früh prüfen lassen, ob ihr Kind von einer Amblyopie bedroht ist.

Kleine Zeichen für eine Sehschwäche

Durch ihre verschiedenen Auslöser und Ausprägungen ist Amblyopie oft nur schwer erkennbar. "Vor allem Ursachen wie die unterschiedliche Brechkraft der Augen oder kleine, unauffällige Schielwinkel sind für den Laien nicht erkennbar", erklärt Prof. Rüther. Sollten Eltern aber folgende Auffälligkeiten bei ihrem Baby oder Kleinkind beobachten, ist der Besuch bei einem Facharzt für Augenheilkunde besonders zu empfehlen:

   - Schielen 
   - Zittern der Augen 
   - Lichtscheue oder keine Reaktion auf Licht 
   - Schiefhalten des Kopfes
   - Verdrehen der Augen, ohne etwas anzuschauen 
   - häufiges Reiben der Augen mit den Fingern 
   - Vorbeigreifen an Gegenständen oder Personen 
   - Auffällig häufiges Stolpern und Stoßen 
   - Unterschiedlicher Pupillen-Blitzlicht-Effekt der Augen 

Frühe Diagnose verhindert Langzeitfolgen

"Je früher eine Amblyopie erkannt wird, desto besser und vor allem erfolgreicher kann sie behandelt werden", betont Prof. Rüther. "Zwar sind die Augentests im Rahmen der U7a- Untersuchung gut ausgewählt, jedoch oft nicht ausreichend, um alle Amblyopie-Formen aufzudecken", so der Berliner Augen-Experte. So werden z.B. kleine Schielwinkel (sog. Mikrostrabinismus) häufig übersehen. Selbst wenn Kinder unauffällig wirken, sollten Eltern sie zwischen dem 31. und 42. Lebensmonat vom Facharzt untersuchen lassen. Denn in der Regel entscheidet der Therapiezeitpunkt über die Heilungschancen: Werden amblyope Kinder in den ersten 5 Lebensjahren richtig behandelt, können sie mit großer Wahrscheinlichkeit mit augengesunden Kindern vergleichbare Sehschärfe entwickeln. Dabei richtet sich die Therapie immer nach den Ursachen. Bei der häufigen Schiel-Amblyopie etwa setzen Fachärzte eine Abdecktherapie ein, die nach Stärke der Fehlsichtigkeit und Kindesalter variiert. "Bei unter 1-Jährigen wird stundenweise abgeklebt, später sind auch mehrere Tage Abdeckung denkbar", so Prof. Rüther.

BKK Mobil Oil übernimmt Kosten für Amblyopie-Screening

Um Eltern einen frühzeitigen Augencheck für ihr Kind zu ermöglichen, übernimmt die BKK Mobil Oil die Kosten für ein Amblyopie-Screening für Kinder im Alter von 31 bis 42 Monaten. Kinder, die einer Risikogruppe angehören (z.B. durch Schielen oder eine deutliche Fehlsichtigkeit von Eltern oder Geschwistern), können das Screening bereits im Alter von sechs bis zwölf Monaten durchführen. Weitere Informationen zum Amblyopie-Screening finden Sie es unter www.bkk-mobil-oil.de/amblyopie.

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