Aktionsbündnis gegen AIDS

An die Neue Bundesregierung: Es gibt noch viel zu tun!
Aktionsbündnis gegen Aids wertet neueste Zahlen der Aids-Statistik als Erfolg

Tübingen (ots) - Als wichtigen Erfolg auf dem Weg zum universellen Zugang zu HIV-Behandlung, Prävention, Pflege und Unterstützung wertet das Aktionsbündnis gegen AIDS die heute von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNAIDS und Unicef in einem Bericht veröffentlichten Zahlen. Ging die internationale Gemeinschaft von bisher 3 Millionen Menschen aus, die einen Zugang zu den lebensrettenden antiretroviralen Medikamenten haben, ist diese Zahl auf mehr als 4 Millionen bis zum Jahresende 2008 gestiegen. "Dagegen muss man jedoch feststellen, dass in Subsahara-Afrika immer noch 58% der HIV-infizierten Menschen der nötige Zugang verwährt bleibt", dämpft Karl-Heinz Hein-Rothenbücher, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen AIDS und Geschäftsführer des Missionsärztlichen Instituts in Würzburg, die auf den ersten Blick positiven Zahlen.

Denn ernüchternd sei, dass nach wie vor mindestens 5 Millionen Menschen für ihr Weiterleben die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten noch nicht erhalten haben und mehr als die Hälfte aller behandlungsbedürftigen Menschen von der Versorgung mit diesen abgeschnitten seien. Hein-Rothenbücher betont, dass alle Regierungen ihre Anstrengungen steigern müssen, um möglichst bis zum Jahresende 2010 den universellen Zugang zu erreichen. Besonders bedrückend sei, dass nach wie vor die lebenswichtigen Medikamente der so genannten zweiten Therapielinie sehr überteuert seien. Diese Medikamente werden von der zunehmenden Zahl von Patienten benötigt, die Resistenzen entwickelt haben. Sowohl die Erhöhung des Beitrags der Bundesregierung als auch die Übernahme von Verantwortung durch die Pharmafirmen ist nach wie vor eine der zentralen Forderungen des Aktionsbündnisses gegen AIDS.

Das Aktionsbündnis gegen AIDS fordert CDU und FDP dazu auf, in den Koalitionsverhandlungen das Ziel des universellen Zugangs aufzunehmen, was nur mit einem stärkeren Beitrag der Bundesrepublik erreichbar ist. Entsprechend der Wirtschaftskraft Deutschlands muss es seinen Beitrag für die Erreichung des universellen Zugangs steigern, mit dem Ziel, mindestens zehn Prozent der dafür erforderlichen Kooperationen abzudecken.

Das AKTIONSBÜNDNIS GEGEN AIDS ist ein Zusammenschluss von über 100 Organisationen der Aids- und Entwicklungszusammenarbeit sowie mehr als 280 lokalen Gruppen. Der Ausbau der finanziellen Ressourcen zur weltweiten HIV-Prävention sowie der Zugang zur Therapie sind die zentralen Anliegen des Bündnisses. Weitere Information über uns sind unter www.aids-kampagne.de erhältlich.

Pressekontakt:

Beate Ramme-Fülle, Tel. 07071-206-540, rammefuelle@aids-kampagne.de 
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