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Mitteldeutsche Zeitung: zur Bundeswehr

Halle (ots) - Statt die Zumutungen seines Finanzministers brüsk zurückzuweisen, stellt sich der CSU-Politiker an die Spitze der Konsolidierungsbewegung. Und weil Guttenberg clever ist, hat er auch erkannt, dass er dabei ans Eingemachte gehen muss - an die Größe der Bundeswehr. Die Truppe soll noch kleiner und noch effizienter werden. Gut möglich, dass sie bei der 200 000er-Marke landet. Die Wehrpflicht ist in einer solchen Kompakt-Armee nicht zu halten ist. Denn erstens stimmen dann die Relationen zwischen Wehrpflichtigen sowie Zeit- und Berufssoldaten nicht mehr. Zweitens bindet die Ausbildung des Nachwuchses zu viel Kraft. Drittens mehren sich Zweifel, ob die geplante Wehrdienstverkürzung auf sechs Monate überhaupt noch Sinn macht. Das Geld, das dem Minister bei seinem Sparkurs noch bleibt, sollte er in die Professionalisierung der Truppe stecken. Die alte Bundeswehr geht gerade über die Wupper.

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