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Mitteldeutsche Zeitung: Mißfelder-Äußerungen Ostdeutsche CDU-Politiker auf Distanz zu Mißfelder. Böhmer: "Keine kluge Formulierung"

    Halle (ots) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat sich von den Äußerungen des Vorsitzenden der Jungen Union, Philipp Mißfelder, über Hartz-IV-Empfänger distanziert. "Das ist eine nicht gerechtfertigte Verallgemeinerung von Einzelfällen", sagte Böhmer der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montag-Ausgabe). "Ich halte das für keine besonders kluge Formulierung", so Böhmer weiter. Thüringens Sozialministerin Christine Lieberknecht (CDU) verwies auf "eine breitere Betroffenheit" in Ostdeutschland und erklärte: "Wir haben ein Armutsproblem in der Gesellschaft. Wir haben auch ein Sucht-, Drogen- und Alkoholproblem. Aber wenn Menschen unter diesen Problemen leiden, muss man ihnen Hilfen an die Hand geben. Das Problem ist mit immer repressiveren Maßnahmen nicht zu lösen." Jede Stigmatisierung sei fehl am Platze, sagte Lieberknecht dem Blatt.

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