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Mitteldeutsche Zeitung: zu Papst und Juden

    Halle (ots) - Bereits vor einem Jahr hatte der Papst aus Deutschland mit seiner rückwärtsgewandten Reform der Karfreitags-Fürbitte "Für die Juden" für heftige Diskussionen gesorgt. Damals wollte er in den Kirchen für "Erleuchtung" der Juden beten lassen. Dass in einer solchen Formulierung zumindest indirekt die Behauptung einer allein selig machenden Wahrheit enthalten ist, weiß der raffinierte Theologe Joseph Ratzinger natürlich genau. Wahrscheinlicher ist es daher, dass die wiederholten Vorstöße und Rücknahmen das Terrain am rechten Rand ausweiten sollen. Wenn Benedikt XVI. diesen Verdacht entkräften will, hilft nur eine tatkräftige Distanzierung von jenen Irrlehrern, die den Juden Schmerz und den Katholiken Schaden zufügen. Die Begründung kommt aus dem Vatikan: "Wer den Holocaust leugnet, leugnet den christlichen Glauben selbst." Dem ist nichts hinzuzufügen.

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