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Mitteldeutsche Zeitung: Stasi-Unterlagen Lothar De Maizière: MfS-Hinterlassenschaft ist ausreichend aufgearbeitet

    Halle (ots) - Der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière, hält die Hinterlassenschaft des Ministeriums für Staatssicherheit für ausreichend aufgearbeitet. "20 Jahre nach der Wende sollten wir uns über unsere Mitmenschen ein Bild danach machen, welche Erfahrungen wir mit ihnen machen, und nicht danach, was in irgendwelchen Akten steht", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) und fuhr mit Blick auf die Stasi-Unterlagen-Behörde fort: "Die Arbeit dieser Behörde ist im Wesentlichen getan. Dass 2000 Menschen, die dort arbeiten, anderer Auffassung sind, das kann ich gut verstehen." Dies könne aber nicht ausschlaggebend sein. De Maizière erklärte weiter: "Wie wir gemeinsam Zukunft gewinnen, ist viel wichtiger als die ganze Nabelschau der Vergangenheit. Ein Drittel der 60 Jahre Bundesrepublik sind gemeinsame Jahre. Die Bundesrepublik ist seit 20 Jahren eine andere." Damit müsse man sich schwerpunktmäßig auseinandersetzen. Die Stasi-Unterlagen seien nun etwas für Historiker.

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