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Lausitzer Rundschau: Die "DDR-Nische" von Sachsens Regierungschef: Tillichs Geheimnis

    Cottbus (ots) - Gerade hat Brandenburgs neue CDU-Landeschefin Johanna Wanka ihre Partei vor einer Neuauflage der Rote-Socken-Kampagne im Bundestagswahlkampf 2009 gewarnt. Weil dies nach ihrer Überzeugung nur der Linken nutzt. Sie hätte hinzufügen können, dass eine Saubermann-Taktik von ehemaligen Mitgliedern der DDR-CDU, die sich als Nischen- und Widerstandskämpfer darstellen, ebenso wenig überzeugend ist. Das für den Stuttgarter Bundesparteitag vorgesehene Bekenntnis zur Mitverantwortung der Blockparteien - auch der CDU - am Sozialismus in der DDR sollte deshalb ein Stück Erkenntnis und Aufarbeitung werden. Vor diesem Hintergrund ist der Umgang von Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich mit seiner DDR-Vergangenheit unbegreiflich. Hierzulande weiß jeder, dass auch ein Blockflöten-Kader auf dem Weg zum Vize-Chef des Rates des Kreises von der SED in Staat und Recht "schnellbesohlt" wurde. Auch konnte ein Verantwortlicher für Handel und Versorgung kaum den Schnüffeleien der Stasi aus dem Weg gehen. Die jetzigen Verschleierungsvorwürfe hätte Tillich getrost vermeiden können. Warum er auf Lücken im eigenen Erinnerungsvermögen gesetzt hat - das wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben.

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