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Rheinische Post: Einbruchsradar: Polizei erfuhr erst aus den Medien von Ministerplan

Düsseldorf (ots) - Die Kreispolizeibehörden des Landes sind vom nordrhein-westfälischen Innenministerium nicht darüber informiert worden, dass sie schon im April einen sogenannten Einbruchsradar einführen sollen. "Wir haben erst aus der Zeitung erfahren, dass wir das machen müssen", sagte ein Leitender Ermittler einer Polizeibehörde im Rheinland der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Rainer Groß, Personalrat in der Kreispolizeibörde Wesel, bestätigte: "Wir wissen von nichts. So etwas einführen zu wollen, ohne die Behörden darüber in Kenntnis zu setzen, ist ein absolutes Unding." Das Innenministerium räumte ein, die Kreispolizeibehörden nicht ausreichend in Kenntnis gesetzt zu haben. "Sie bekommen bald von uns ein Konzept, worin alles geregelt ist und erklärt wird, was sie machen müssen", sagte ein Ministeriumssprecher. Arnold Plickert, NRW-Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, bezeichnete die Kommunikationspanne als "sehr bedauerlich."

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte am vergangenen Mittwoch angesichts der dramatisch gestiegenen Einbruchszahlen angekündigt, dass ab April alle Polizeibehörden im Land einen Einbruchsradar einführen werden. Dabei sollen die Behörden einmal wöchentlich eine Karte ins Internet stellen, auf der die Einbrüche in ihrem Zuständigkeitsbereich vermerkt sind.

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