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WAZ: Die Stärke des Reviers. Kommentar von Michael Kohlstadt zum OB-Brandbrief

Essen (ots) - Die Zahl klingt beeindruckend. Über 42000 Flüchtlinge versorgt das Ruhrgebiet aktuell. Etwa so viele Menschen, wie der große Essener Stadtteil Altenessen Einwohner hat, werden derzeit also in Turnhallen, Zeltstädten, Containerdörfern, Wohnungen und anderen Unterkünften versorgt. Ein enormer Kraftakt ist das nicht nur für die Behörden und Hilfsorganisationen in unserer Region, sondern auch für die zahllosen freiwilligen Helfer. Sie besonders prägen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die mit dem Begriff Willkommenskultur treffend bezeichnete außergewöhnliche Hilfsbereitschaft in diesem Land. Man kann nur den Hut ziehen davor. Das Revier mit seinen vielfältigen Problemen hat schon jetzt deutlich mehr Flüchtlinge aufgenommen als so manches wohlhabende EU-Land. Zur Wahrheit gehört auch, dass es Regionen in Deutschland gibt, in denen gemessen an der Einwohnerzahl noch mehr Flüchtlinge untergekommen sind. Das Ruhrgebiet aber ist stark, vor allem wenn es an einem Strang zieht. Dennoch geraten die Kommunen mehr und mehr an ihre Grenzen. Der Appell an Kanzlerin und Ministerpräsidentin darf keinesfalls folgenlos verhallen.

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