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Rheinische Post: Streit ums Kreuz

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Deltev Hüwel:

Haben die Grünen keine anderen Probleme, als sich über das Kreuz im Düsseldorfer Fraktionssaal der Christlich Demokratischen Union (CDU) zu echauffieren? Der Jurist Hans Christian Markert glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass das Kreuz die Debatten des dort tagenden Rechtsausschusses belastet. So drängt sich der Verdacht auf, dass sich hier ein Parlamentsneuling profilieren will. Dabei ist er mächtig übers Ziel hinausgeschossen. Der absurde Vorstoß erinnert an den Streit ums Kreuz im Düsseldorfer Landgericht. Entsprechend den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (das zuvor bereits Kruzifixe in Schulen beanstandet hatte), ist in den Gerichtssälen zwar kein Kreuz zu finden, wohl aber im Büro des Gerichtspräsidenten. Ähnlich "rheinisch" verhält sich das Verwaltungsgericht Düsseldorf. Dort wurde im zweiten Stock ein Kreuz aus Resten des DDR-Grenzzauns aufgehängt. Eigentlich ist es ein trauriger Vorgang, dass das Kreuz, das wie kein anderes Zeichen das christliche Fundament unseres Staates symbolisiert, öffentlich nur verschämt gezeigt werden kann. Doch ganz gewiss wird sich die Landtags-CDU nicht vorschreiben lassen, wie sie ihren Fraktionssaal ausstattet. Der von den Grünen angezettelte Streit ist blamabel.

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