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Rheinische Post: Gorleben als Fanal Kommentar VON MATTHIAS BEERMANN

Düsseldorf (ots) - Die Bilder muten an wie aus einer längst verflossenen Zeit: Blockaden, Randale und Polizei-Großaufgebot in Gorleben. War es doch zuletzt eher still geworden um den Standort für das einzige deutsche Atommüllendlager, das keines sein darf. Die in größeren Abständen durchgeführten Castor-Transporte mobilisierten nur noch wenige Demonstranten. Doch diesmal geht es offenbar um ein Fanal gegen den Trend. Die Anti-Atom-Szene spürt, wie sich der Wind langsam dreht: Klimaschutz und explodierende Energiepreise haben viele Menschen ins Grübeln kommen lassen über die bisherige reflexartige Ablehnung der Atomkraft in Deutschland. Darüber kann man streiten. Über die Endlagerfrage dagegen nicht. Die Entsorgung des in deutschen AKW angefallenen Atommülls muss geklärt werden, und zwar schnell. Die Art und Weise, wie insbesondere Politiker von SPD und Grünen seit zehn Jahren eine Lösung dieser Frage sabotieren, ist schlicht unverantwortlich. Nach dem Endlager wird in einer Weise gesucht, die nur einen Schluss zulässt: Es soll bloß nie gefunden werden. Weil die Atomkraftgegner, die sich gerne auf die ungelöste Entsorgungsfrage berufen, nichts mehr fürchten als den Tag, an dem diese Behauptung nicht mehr zutrifft. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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