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Weser-Kurier: Über den Metall-Tarifabschluss schreibt Maren Beneke:

Bremen (ots) - Nach dem Streik ist vor dem Streik - das ist zumindest die logische Konsequenz aus der kurzen Laufzeit des Entgelttarifvertrages, auf den sich IG Metall und Nordmetall nun geeinigt haben. Bis zum 31. März 2016 gibt es eine Verschnaufpause für beide Tarifparteien. Ab dann könnten die nächsten Arbeitskämpfe drohen. Denn die Auslegung der gesamtwirtschaftlichen Lage - das haben die Tarifverhandlungen der vergangenen Monate gezeigt - ist Ansichtssache. Die Gewerkschaft stützte sich in ihrer Argumentationskette auf die Wirtschaftswachstumsprognosen für Deutschland. Und tatsächlich vermeldet derzeit ein ums andere Unternehmen neue Rekordgewinne - nur kommen die eher selten aus der Metall- und Elektroindustrie. Die Arbeitgeber stellen dem ein regelmäßiges Stimmungsbild ihrer Mitgliedsunternehmen entgegen. Und dieses hatte sich zuletzt ziemlich eingetrübt. Dass sich in den Branchenaussichten von einer der beiden Seiten bis zum Ende des Jahres etwas Gravierendes ändern wird? Unwahrscheinlich. Und so können sich die gut 140<ET>000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie wohl schon jetzt wieder auf einen heißen Winter einstellen. Und das, obwohl der neue Tarifabschluss gerade erst einen Tag alt ist.

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