Frau im Spiegel

"Rote Rosen"-Star Doris Kunstmann: "Frauen ab 40 sind einfach interessanter"

München (ots) - Doris Kunstmann (63) fällt es schwer, schlank zu bleiben. "Ich hatte Ende des Jahres 14 Kilo abgenommen", erzählt die Wahl-Hamburgerin, die ab 11. Juli eine Hauptrolle in der täglichen ARD-Serie "Rote Rosen" spielt, im Interview mit der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. "Seit Weihnachten ist leider fast alles wieder drauf, weil ich ein echter Genussmensch bin."

Die Arbeit für "Rote Rosen" findet sie "sehr anstrengend": "Wir drehen jeden Tag eine Folge von 47 Minuten, und das fünf Tage in der Woche." Aber es habe auch seinen Reiz. Sie fange schon an, den Druck zu mögen, und schätze das tolle Team. "Wir haben einfach keine Zeit für Zickenkrieg."

Den allgemeinen Jugendwahn im Fernsehen empfindet Kunstmann nicht als bedrückend. Das beste Beispiel sei die Serie, in der sie nun spielt. "Hier stehen Frauen im besten Alter im Mittelpunkt des Geschehens. Ich finde, die Lebenserfahrungen, die Frauen ab 40 gemacht haben, sind einfach interessanter."

Dass für sie mal eine Schönheits-OP in Frage käme, will sie nicht ausschließen. "Ich würde Winzigkeiten machen lassen, wenn die mich so sehr stören, dass ich mich beim Drehen gar nicht mehr auf den Text konzentrieren könnte, sondern nur darauf, ob die Optik stimmt." Sie denkt, dass es "nur wenige Kolleginnen" gibt, "die nichts haben machen lassen", und findet das "sehr schade": "Manche haben flache, glatte Gesichter, die zwar wunderbar anzusehen sind - aber das Leben fehlt doch! Auch in unserem Beruf darf man doch zeigen, dass man älter wird!"

Privat verbringt die Schauspielerin ihre Zeit am liebsten mit ihrem ersten Enkel Cedric (1). Babysitten durfte sie "erst ein Mal". Sie "würde das gerne viel öfter tun, obwohl ich nicht sehr viel geschlafen habe in jener Nacht". Sie hatte ihn zu sich ins Bett geholt, und er legte ihr "im Schlaf immer seine kleinen Patschehändchen aufs Gesicht".

Ihren Sohn Marc (31) hat Kunstmann allein erzogen und immer mitgenommen, wenn sie gedreht hat. "Ein Garderobier hat damals auf ihn aufgepasst. Er konnte gut mit den Babys umgehen und hatte einen Riesenerfolg bei den Müttern unter den Schauspielerinnen", erinnert sich die 63-Jährige, die der Ansicht ist, dass Mütter ihre Kinder heute zu früh abgeben würden. "Cedric kommt jetzt in die Kita, weil seine Mutter Kathleen wieder arbeiten möchte. Aber er ist jedes Mal traurig, wenn sie weggeht."

Ihrem Beruf will Doris Kunstmann "so lange wie möglich" nachgehen. "Ich habe noch jede Menge Power fürs Theaterspielen, und die Dreharbeiten zu ,Rote Rosen' haben ja gerade erst begonnen."

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