Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.

Erneuter Konflikt in Simbabwe bedroht Hilfsmaßnahmen
Lokale Helfer von HELP im Chimanimani-Distrikt verhaftet

    Bonn (ots) - Neun lokale Mitarbeiter der deutschen
Hilfsorganisation, HELP - Hilfe zur Selbsthilfe, sind am Freitag, den
4. Mai, verhaftet worden. Es wird ihnen Anstiftung zum öffentlichen
Aufruhr vorgeworfen. Laut offiziellen Quellen sollen sie bis zu ihrer
Verhandlung am 17.05. in Haft bleiben. Jetzt wird seitens HELP alles
daran gesetzt, die Mitarbeiter auf Kaution freizubekommen. Der
erneute Konflikt bedroht die Hilfsmaßnahmen von HELP im
Chimanimani-Distrikt.
    
    Der Geschäftsführer von HELP - Hilfe zur Selbsthilfe, Herr
Wolfgang Nierwetberg wird am Mittwoch, den 9. Mai, ins Krisengebiet
aufbrechen, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu verschaffen.
Sein Hauptanliegen ist es, für die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu
sorgen und die lokale Infrastruktur zur Verteilung der Hilfsgüter zu
festigen.
    
    Am 23. April haben wir berichtet, dass das
HELP-Nahrungsmittellager von Kriegsveteranen geplündert worden ist.
Dabei sind lokale Helfer tätlich angegriffen, 140 Tonnen
Nahrungsmittel gestohlen und zwei Lieferfahrzeuge stark beschädigt
worden. Am gleichen Tag ist ein Übergriff auf die
Friedrich-Ebert-Stiftung gemeldet worden. Der deutsche Außenminister,
Herr Joschka Fischer, hat bezüglich dieser Vorfälle offiziell Protest
beim simbabwischen Außenminister eingelegt. Fischer hat ausdrücklich
betont, dass diese Überfälle negative Auswirkungen auf die guten
internationalen Beziehungen zwischen Simbabwe und der Bundesrepublik
Deutschland haben könnten.
    
    Derzeit haben internationale Hilfsorganisationen in Simbabwe einen
sehr schwierigen Stand. Der erneute Konflikt belastet die Arbeit von
HELP erheblich. "Trotzdem ist nicht daran zu denken, die
Hilfsgüterlieferung einzustellen, denn damit treffen wir nur die - an
den politischen Auseinandersetzungen unbeteiligten - Ärmsten der
Armen. Wir können die Menschen, die so dringend auf unsere Hilfe
angewiesen sind, nicht im Stich lassen.", so Wolfgang Nierwetberg vor
seiner Abreise.
    
    HELP ist eine gemeinnützige unabhängige Organisation, die
anlässlich des Krieges in Afghanistan 1981 gegründet wurde und
mittlerweile weltweit tätig ist. Schwerpunkte sind Not- und
Flüchtlingshilfe, Wiederaufbau und humanitäres Minenräumen. HELP ist
mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichnet.
    
    
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