Polizei Düren

POL-DN: 05061501 Fahrzeug brannte bereits vor dem Aufprall

    Düren (ots) - Düren - Bei den Ermittlungen zu dem tödlichen Verkehrsunfall, der sich am Montagnachmittag nach einer versuchten Freiheitsentziehung zum Nachteil eines 13-jährigen Kindes auf der BAB A 1 bei Wermelskirchen ereignete (s. Pressemeldung vom 13. Juni 2005), konnte jetzt festgestellt werden, dass das Fahrzeug vermutlich bereits vor dem Aufprall auf den Lkw in Brand gestanden hat.

    Nach Auswertung der bisherigen Ermittlungsergebnisse scheint festzustehen, dass ein 24-jähriger Mann aus Linnich gegen 17.10 Uhr mit seinem Fahrzeug die BAB A 1 in Fahrtrichtung Dortmund befahren hat. Nachdem er an dem auf dem Standstreifen mit Motorschaden abgestellten Lkw vorbei gefahren war, muss er seinen Wagen gewendet haben, ihn offenbar in Selbstmordabsicht im Innenraum mit einem Brandbeschleuniger entzündet haben und mit ihm im bereits brennenden Zustand über den Standstreifen entgegen der Fahrtrichtung gegen den Lastwagen gefahren sein. Während der Lkw-Fahrer, der sich außerhalb seines Fahrzeuges befand, Verletzungen erlitt, verstarb der Tatverdächtige am Unfallort.

    Zwischenzeitlich konnte das Opfer der bezeichneten Vortat am Dienstag durch Kriminalbeamte zum Sachverhalt befragt werden. Zum Tatablauf und zum Motiv des Tatverdächtigen ergeben sich daraus keine neuen Hinweise. Demnach hat der 24-Jährige seinem Opfer am Modellflugplatz Jülich-Merzenhausen aus nicht geklärten Gründen aufgelauert und es unvermittelt angegriffen. Er hat das Kind dann mit einer Handschelle gefesselt und mit Gewalt in sein Auto gezerrt. Auf diese Tat wurde nach kurzer Zeit ein 42 Jahre alter Zeuge aufmerksam, der dem Jungen unmittelbar zur Hilfe kam und es schaffen konnte, ihn aus dem Fahrzeug zu befreien und in Sicherheit zu bringen. Daraufhin gelang es dem später Getöteten, mit seinem Auto das Gelände des Modellflugplatzes zu verlassen und in unbekannte Richtung davon zu fahren. Wenig später erhielt der Zeuge, der ebenfalls Mitglied des Modellflugvereins ist und deshalb sowohl dem tatverdächtigen Mann als auch seinem Opfer bekannt ist, einen Anruf des Flüchtigen, in dem dieser ihm ankündigte, dass er sich nun das Leben nehmen wolle.

    Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei nach dem Mann aus Linnich blieb ohne Erfolg.

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