Polizeidirektion Hannover

POL-H: "3 x 3" - Kontrollen in Hannovers Innenstadt

Hannover (ots) - "3 x 3" - Kontrollen in Hannovers Innenstadt

Beamte der Polizeiinspektion Mitte haben heute zwischen 11:00 und 18:00 Uhr in der hannoverschen City eine Verkehrsüberwachung im Rahmen der "3x3"-Kontrollen durchgeführt. Sie haben hierbei insbesondere das Fahrverhalten der Radfahrer unter die Lupe genommen.

Gerade die Frühlings- und Sommertage locken mehr Radfahrer auf die Straßen und auch in die Innenstadt. Polizeibeamte stellen hier immer wieder fest, dass sich die Biker nicht an geltenden Verkehrsvorschriften halten und insbesondere die Ausnahmeregelung in der Fußgängerzone "Fahrräder frei von 19:00 bis 11:00 Uhr" missachten. Weitere häufige Verstöße sind das Befahren von Gehwegen, Fahren in entgegengesetzter Richtung sowie die Missachtung von Rotlicht- und Vorfahrtregelungen. Im vergangenen Jahr ereigneten sich allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Mitte 127 Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren - dabei wurde eine 57 Jahre alte Radlerin an der Cellerstraße getötet, elf Radfahrer wurden schwer und 98 leicht verletzt. Insgesamt wurden 46 dieser Unfälle von Fahrradfahrern verursacht. Mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit in der Region Hannover weiter zu verbessern, kontrollierten mehrere Teams und Radstreifen heute in der Fußgängerzone um den Kröpcke und im Innenstadtbereich - unter anderem an der Kurt-Schumacher-Straße, dem Klagesmarktkreisel, im Kreuzungsbereich der Cellerstraße und auch an der Goethestraße, Ecke Scholvinstraße, - Radfahrer, aber auch Fahrzeugführer und Fußgänger. Die Beamten ahndeten insgesamt 97 Ordnungswidrigkeiten bei 117 kontrollierten Radlern. Die häufigsten Verstöße: 26 waren fahrend in der Fußgängerzone unterwegs, 18 Radler befuhren den Radweg entgegengesetzt der vorgeschriebenen Richtung, 33 benutzen erst gar keinen Radweg, 17 fuhren auf dem Gehweg und drei telefonierten während der Fahrt mit dem Handy. 20 Radler wurden mündlich verwarnt, zudem führten die Beamten zahlreiche verkehrserzieherische Gespräche. Einen 49-jährigen Biker zogen die Beamten am Klagesmarktkreisel aus dem Verkehr. Er war alkoholisiert (2,53 Promille Atemalkohol) unterwegs gewesen und hatte den Radweg nicht nur in entgegengesetzter Richtung befahren und einen Zebrastreifen überfahren. Der Mann musste eine Blutprobe abgeben, gegen ihn wird jetzt wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.

Aber die Beamten hatten ihr Augenmerk nicht ausschließlich auf Radfahrer gerichtet, sonder auch auf Fahrzeugführer und Fußgänger. Die Bilanz des heutigen Tages: 72 Fahrer müssen mit Anzeigen rechnen. In 56 Fällen betätigten sie den Blinker nicht, zwei PKW-Fahrer verhielten sich an Zebrastreifen falsch und gefährdeten dabei Fußgänger und in einem Fall gefährdete ein Autofahrer beim Rechtsabbiegen einen vorfahrtsberechtigten Radfahrer - um nur einige der Verstöße zu nennen. Des Weiteren stellten die Beamten zwei Fußgänger fest, die bei Rot über die Ampel gingen - auch diese beiden dürfen mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen.

Die Reaktionen der Betroffnen waren überwiegend von Einsicht geprägt, lediglich einige wenige zeigten Unverständnis. Bei den Passanten war die Resonanz wiederum durchweg positiv - sie begrüßten das Einschreiten und die Polizeipräsenz in der City. Die Polizei wird auch zukünftig Kontrollen dieser Art durchführen, um Unfälle zu verhindern und die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. / st

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