Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 011218 - 1459 Höchst: Verpuffung im Keller nach Schweißarbeiten.

        Frankfurt (ots) - Zwei Monteure einer thüringischen
Tankanlagenbaufirma waren am gestrigen Morgen damit beschäftigt,
einen alten Heizöltank des ehemaligen Arbeitsamtsgebäudes in der
Stupanusstraße 4 - 6 zu demontieren. Die Vorarbeiten begannen
bereits gegen 10.00 Uhr. Zunächst pumpten sie das restliche Heizöl
in Fässer um, die ebenfalls im Kellerraum abgestellt waren.
Möglicherweise wurde das Öl-Luft-Gemisch im Tank nicht abgesaugt
oder der Tank mit Stickstoff gefüllt, bevor sie mit den
Schweißarbeiten zum Zerschneiden der Tankhülle begannen. Beim
Abtrennen eines Flanschs entzündeten die Flammen offensichtlich das
Gas-Luft-Gemisch im Tank und es kam zur Explosion. Durch die
Druckwelle wurden mehrere Fenster im östlichen Bereich des Gebäudes
mitsamt den eingelassenen Fenstergittern aus ihren Verankerungen
gerissen und mehrere Meter durch die Luft geschleudert, bis sie vom
Maschendrahtzaun des Nachbargrundstücks aufgefangen wurden. Auch
zwei feuerhemmende Türen wurden entgegen ihrer Öffnungsrichtung aus
dem Mauerwerk gedrückt. Ein Streifenbeamter des 17. Polizeireviers
suchte gezielt nach dem 58jährigen Hauswart, der beim Eintreffen der
Streife völlig verrußt und geschockt auf einem Drehschemel in seinem
verqualmten Zimmer saß. Er wurde ins Freie gebracht und einer
Rettungswagenbesatzung zugeführt. Sämtliche anderen in dem Gebäude
befindlichen Personen, etwa 75 Lehrer und Schüler, wurden evakuiert
und zunächst im Wärmebus der Feuerwehr untergebracht. Die Bergungs-,
Lösch- und insbesondere Belüftungsmaßnahmen der Feuerwehr dauerten
bis ca. 16.00 Uhr an. Aus den Kellerfenstern der Westseite des
Gebäudes drangen noch nach Stunden dicke Rauchschwaden aus den
Räumlichkeiten. Die erstaunlicherweise nur leicht verletzten 31 und
50 Jahre alten Monteure und der Hauswart wurden ins Krankenhaus
Höchst verbracht und ärztlich wegen des Verdachts auf
Rauchvergiftung versorgt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund
120.000 DM geschätzt. (Jürgen Linker/-8012).


ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Frankfurt

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