Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 070723 - 0847 Frankfurt: 10 Jahre GAI (Gemeinsame Arbeitsgruppe Intensivtäter) - eine Erfolgsbilanz

    Frankfurt (ots) - Auf mittlerweile 10 Jahre erfolgreiche Arbeit kann die GAI nunmehr zurückblicken.

    Die aus insgesamt sechs Mitarbeitern der Polizei und der Ausländerbehörde der Stadt Frankfurt am Main bestehende Arbeitsgruppe wurde im Juni 1997 ins Leben gerufen. Hintergrund hierfür war unter anderem die Erkenntnis, dass offenbar wenige Einzeltäter für eine Vielzahl von Delikten verantwortlich zeichnen. So war und ist es kein Einzelfall, dass sogenannte Intensivtäter 150 und mehr Fälle auf dem "Kerbholz" haben. "Da herkömmliche Ermittlungsmethoden bei der Bekämpfung dieser im Ausland geborenen Straftäter nicht den gewünschten Erfolg zeigten, musste hier ein neuer Ansatz bei der Kriminalitätsbekämpfung entwickelt und angewandt werden. Diese Täter nicht nur aus dem Verkehr zu ziehen, sondern auch aufenthaltsbeendende  Maßnahmen einzuleiten und einhergehend damit nachhaltig die betreffenden Fallzahlen zu senken war und ist das Hauptziel der GAI", so Dr. Thiel.

    Die nach gründlicher Analyse der erforderlichen Rahmen- und Arbeitsbedingungen ins Leben gerufene Organisationseinheit sollte durch eine Verzahnung der Polizei mit dem Ausländeramt und einer engeren Zusammenarbeit mit der Amts- bzw. Staatsanwaltschaft die   Bekämpfung ausländischer Intensivtäter effizienter gestalten. Aus heutiger Sicht betrachtet, war dies genau der richtige Weg. Die Einheit versieht ihren Dienst in Räumlichkeiten der hiesigen Direktion Sonderdienste im Polizeipräsidium.

    Von Beginn an zahlte sich die Konzentration auf ausgewählte Intensivtäter aus. Es gelang  nachhaltig, die Fallzahlen - insbesondere die der Eigentumsdelikte wie Wohnungs- und Geschäftseinbruch, aber auch Gewaltdelikte wie Raub und Körperverletzung - zu senken.

    Um die Dimensionen zu verdeutlichen:

    Insgesamt 866 Intensivstraftäter (zwischen 25 und 35 Jahre alt) konnten bis heute in ihre Heimatländer abgeschoben werden. Bei 44 weiteren Personen wurde die drohende Abschiebung zu Gunsten einer überwachten freiwilligen Ausreise zurückgestellt. Die abgeschobenen Personen verbuchten für sich insgesamt 40.943 Strafverfahren quer durch das Strafgesetzbuch und die Strafnebengesetze; rein rechnerisch entfallen auf jeden Täter 47 amtsbekannt gewordene Fälle!

    Die Herkunftsländer der abgeschobenen Straftäter (99 % männlich) konzentrieren sich überwiegend auf nordafrikanische Staaten.

    Vom Erfolg der hiesigen GAI angespornt übernahmen inzwischen mehrere Polizeien in Hessen (Offenbach, Wiesbaden, Hanau und Kassel) das Modell und praktizieren es ähnlich erfolgreich.

    (Manfred Vonhausen/-82113)


ots Originaltext: Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4970

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Frankfurt am Main
P r e s s e s t e l l e
Telefon: 069 / 755-82110 (CvD) oder Verfasser (siehe Artikel)
Fax: 069 / 755-82009
E-Mail: pressestelle.ppffm@polizei.hessen.de
Homepage der Hessischen Polizei:
http://www.polizei.hessen.de/
 
 
 

Original-Content von: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Das könnte Sie auch interessieren: