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Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble bei der ZEIT Matinee: Keine Patriotismus-Welle durch Fußball-WM

    Hamburg (ots) -

    Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble glaubt nicht, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland eine Patriotismus-Welle auslöst. Das sagte er bei der ZEIT Matinee am Sonntag, 18. Juni 2006: "Die Deutschen zeigen einfach, dass sie feiern und sich freuen können. Das war immer unsere Hoffnung." Die Diskussion um eine Staatsbeflaggung hält er für überzogen: "Wir brauchen kein Gesetz, das die Staatsbeflaggung anordnet."

    Unter dem Titel "Mit Sicherheit tolerant - Die schwierige Balance zwischen Weltoffenheit und Gefahrenabwehr" sprach der Politiker mit ZEIT-Herausgeber Dr. Josef Joffe und Politik-Ressortleiter Martin Klingst auch über einen möglichen Besuch des iranischen Staatspräsidenten. Er sei froh, dass Ahmadineschad angesichts des Ausscheidens der iranischen Mannschaft wohl nicht zur WM reise: "Ich bin erleichtert, dass dieser schreckliche Mensch nicht nach Deutschland kommt."

    Favoriten für den Weltmeisterschaftstitel sind für ihn die Niederlande und Argentinien.

    Beim aktuellen Weltmeister zweifelt Schäuble noch: "Brasilien muss das Ronaldo-Problem in den Griff bekommen." Auch der deutschen Mannschaft räumt der Bundesinnenminister gute Chancen ein: "Immer wenn ich Innenminister war, ist Deutschland Weltmeister geworden - wir haben den Titel also praktisch schon reserviert." Allerdings, so Schäuble, habe die deutsche Elf "nur drei wirkliche Weltklassespieler": Lehmann, Ballack und Lahm.

    Die ZEIT Matinee ist eine regelmäßige Veranstaltungsreihe in den Hamburger Kammerspielen, bei der Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur als Gesprächspartner eingeladen sind. Seit 2002 waren u. a. Joschka Fischer, Gerhard Schröder, Harald Schmidt, Otto Schily und Helmut Schmidt zu Gast.

Silvie Rundel
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