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14.03.2005 – 15:06

DIE ZEIT

Digitales Kino anders als erwartet

    Hamburg (ots)

Das digitale Kino kommt, aber es kommt anders als erwartet. Bei der Verbreitung der neuen Technik sind in Europa Kunstfilme abseits des Massengeschmacks und Werbung die treibende Kraft. Große Hollywoodproduktionen hingegen hinken beim Technologiesprung vom Filmstreifen zu Bildern aus Bits und Bytes hinterher, berichtet das Magazin ZEITWISSEN.

    "Hollywood ist so ein entsetzlich konservativer Ort", sagt Rick McCallum, der Produzent von Star Wars im ZEITWISSEN. Die großen Studios hätten Angst vor dem Neuen. Nur mit dem Technologiesprung zur volldigitalen Produktion, vom Dreh bis zur filmstreifenlosen Projektion, könnte sich das Kino aber auf Dauer gegen immer hochqualitativere Unterhaltungstechnologie im Wohnzimmer behaupten.

    In Deutschland zeigen seit März bereits 40 Programmkinos in der gesamten Republik europäische Dokumentarfilme mithilfe digitaler Projektoren, darunter The White Diamond von Werner Herzog und Das Goebbels-Experiment von Lutz Hachmeister. Das Programm "Delicatessen - Kino Kultur Digital" wird aus Mitteln der Filmförderanstalt des Bundes und des Media-Programms der Europäischen Union gefördert. Die Organisatoren schätzen, dass die Zahl der teilnehmenden Kinos in Deutschland noch auf rund hundert anwachsen wird. Die Filme sollen per Satellit übertragen werden. Gegenwärtig allerdings werden sie noch auf Festplatten per Post verschickt, berichtet ZEITWISSEN.

    Bis digitales Kino in hoher Qualität sich auch für Hollywoodproduktionen durchgesetzt haben wird, werden noch einige Jahre vergehen, schätzt Produzent Rick McCallum im ZEITWISSEN. Der sechste Teil des Krieg der Sterne-Epos, Die Rache der Sith, der am 19. Mai weltweit in die Kinos kommt, wurde vollständig digital produziert. Aufgeführt wird er in den meisten Fällen aber noch analog von Filmstreifen. In den USA sind sogar weniger Kinosäle mit digitalen Projektoren verfügbar, als noch zum Start des vorigen Star Wars-Teils Angriff der Klonkrieger 2002. In Europa jedoch, sagt McCallum, seien es diesmal 150 Leinwände mehr, auf die das Weltraumabenteuer Bit für Bit projiziert.

    Den kompletten Text des Magazins ZEITWISSEN Nr. 2 vom 16. März 2005 senden wir Ihnen gerne zu.

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