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Architekt Koolhaas verteidigt Engagement in China

Hamburg (ots) - Der holländische Architekt Rem Koolhaas, der in Peking das neue Hauptquartier des Staatsfernsehens baut, hat sein Engagement in China verteidigt. "Das Land ist in den letzten Jahren ungeheuer weit gekommen, es hat große Fortschritte gegeben ... Damit haben sich auch viele Freiheitsrechte entwickelt, zum Beispiel das Recht auf Eigentum", sagt Koolhaas der ZEIT. "Für mich scheint der Bau einen Wandel zu markieren."

Die westliche Kritik an Chinas Menschenrechtspolitik weist Koolhaas zurück: "Der Westen ist kritisch, immer nur kritisch. Diese Art von Dauerkritik führt aber nur in eine Sackgasse ... Wir müssen einfach anerkennen, dass die Rechte des Individuums, die uns so heilig sind, in Ländern wie China keine Tradition haben." Er habe sich die Entscheidung, ob er den Großauftrag der Fernsehanstalt CCTV annehmen würde, nicht leicht gemacht, sagt Koolhaas. "Natürlich war das eine moralische Frage. Was denken Sie denn? Ich bin doch kein Zyniker."

Eine Zusammenarbeit mit Nordkorea komme für ihn aber nicht in Frage. "Es gibt kein Angebot der Zusammenarbeit, das Land ist nicht offen, es sucht nicht den Kontakt. Und das unterscheidet es von China."

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