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Sachsen-Affäre: Unbegründete Vorwürfe gegen Ermittler

    Hamburg (ots) - In der angeblichen Rotlicht- und Korruptionsaffäre in Sachsen hat Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) nach Recherchen von ZEIT Online einen leitenden Ermittler ohne triftigen Grund vom Dienst suspendiert. Buttolo hatte den Leiter der Leipziger Ermittlungsgruppe Organisierte Kriminalität, Georg Wehling, Anfang   November von seinen Aufgaben entbunden - angeblich, weil er Informanten und Akten schlampig geführt habe.

    Wegen dieser Vorwürfe war der Hauptkommissar 2003 schon einmal beurlaubt worden. Alle Disziplinar- und Strafverfahren gegen ihn wurden jedoch schon vor Jahren eingestellt.

    In dem Suspendierungsschreiben lastet der Minister dem Beamten nach Informationen von ZEIT Online außerdem an, er habe in einem Fernsehbericht im Juni unerlaubt Ermittlungsergebnisse veröffentlicht und Fotos von Verdächtigen gezeigt. Nach einer eidesstattlichen Erklärung des ZDF-Redakteurs, der den Bericht erstellte, hat Wehling ihm jedoch kein Material übergeben. Ferner hatte Buttolo behauptet, gegen den Ermittler lägen drei Strafanzeigen vor. Wie die Staatsanwaltschaft seinem Anwalt mitteilte, gibt es diese Anzeigen jedoch nicht.

    Wehling hatte in der Affäre, in der auch Politiker und leitende Mitarbeiter der sächsischen Justiz verwickelt sein sollen, intensiv ermittelt. Bis heute sind die Vorwürfe, mit denen sich auch ein Landtags-Untersuchungsausschuss beschäftigt, nicht aufgeklärt.

    Den vollständigen Text finden Sie unter: http://www.zeit.de/online/2007/47/sachsen-affaere

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