DEBRIV - Dt. Braunkohlen Industrie Verein

Braunkohle sorgt für Sicherheit und Effizienz
Neue Kraftwerke brauchen weniger Brennstoff
Anteil der Braunkohle an der Stromerzeugung stabil
Förderung leicht gesunken

Köln (ots) - Die Inbetriebnahme neuer Kraftwerke und die Abschaltung von Altanlagen haben die Effizienz der Stromerzeugung aus Braunkohle in Deutschland weiter verbessert, erklärte der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein (DEBRIV) in Köln in seiner Jahresbilanz für 2013. Einer um rund ein Prozent auf etwa 162 Milliarden Kilowattstunden gestiegenen Stromerzeugung stand ein Rückgang des Kohlenverbrauchs in den deutschen Braunkohlenkraftwerken um rund zwei Prozent gegenüber. Da mehr als 90 Prozent der gesamten inländischen Braunkohlenförderung in Kraftwerken zur Strom- und Wärmerzeugung eingesetzt werden, verminderte sich die gesamte Braunkohlenförderung im vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent auf insgesamt rund 182 Millionen Tonnen.

Sowohl bei der Förderung wie auch bei der Stromerzeugung bewegt sich die Braunkohle in einem "stabilen energiewirtschaftlichen Korridor", erklärte der DEBRIV. Seit dem Jahre 2000 werden pro Jahr in Deutschland zwischen 170 und 185 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Die Braunkohlenstromerzeugung beträgt zwischen 150 und 160 Milliarden Kilowattstunden und deckt damit traditionell etwa ein Viertel des gesamten Strombedarfs. Am gesamten Energieverbrauch hatte die Braunkohle 2013 einen Anteil von rund 11 Prozent. Unverändert blieb die Braunkohle 2013 der wichtigste heimische Energieträger mit einem Anteil von über 40 Prozent an der gesamten inländischen Energiegewinnung.

Neue Kraftwerksblöcke im Rheinland und in der Lausitz

Die Förderung im größten deutschen Braunkohlenrevier, dem Rheinland, verminderte sich 2013 um etwa 4 Prozent auf gut 97 Mio. t. Hier stand der Inbetriebnahme neuer Kraftwerksblöcke in Neurath mit einer Leistung von rund 2 200 Megawatt die Abschaltung aller verbliebenen Kraftwerke der 150-MW-Klasse gegenüber.

In der Lausitz stieg die Förderung um rund zwei Prozent auf knapp 64 Mio. t. Hier ging 2012 der Block R des Kraftwerks Boxberg neu ans Netz.

Auch in Mitteldeutschland lag die Förderung mit knapp 20 Mio. t leicht über dem Vorjahr. Im Helmstedter Revier sank die Produktion dagegen deutlich infolge einer Kraftwerksrevision und strukturellen Neuordnungen.

Im vergangenen Jahr wurden aus der inländischen Braunkohlenförderung knapp 7 Mio. Tonnen Veredlungsprodukte gewonnen, das waren etwa 2,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der in der deutschen Braunkohlenindustrie Beschäftigten lag 2013 bei insgesamt 22 200.

Diskussion um CO2-Preise läuft klimapolitisch ins Leere

Vorschläge, Wettbewerbsfähigkeit und Umfang der Braunkohlenstromerzeugung mit Hinweis auf die Klimaverträglichkeit der Braunkohle zu beeinflussen, werden vom DEBRIV abgelehnt. Die CO2-Emissionen der Kraftwerke werden durch den europäischen Emissionshandel gedeckelt sowie jährlich weiter abgesenkt, so dass die vereinbarten Klimaziele sicher und zuverlässig erreicht werden. Ein zusätzlich erzwungener Brennstoffwechsel in Deutschland würden die CO2-Emissionen in Europa nicht senken, sondern nur verlagern. Ein weiterer Anstieg des Erdgasanteils an der deutschen Stromerzeugung wird derzeit vor allem durch sehr hohe Erdgaspreise verhindert. Um einen Brennstoffwechsel auszulösen, müssten sich die CO2-Preise verzehnfachen, was einen verheerenden Effekt auf die Höhe der Strompreise in ganz Europa und die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie hätte. Alternativ müssten sich die Erdgaspreise halbieren. Hierzu sind keine Signale erkennbar.

Der DEBRIV weist auch darauf hin, dass Energiewende im Zeitraum bis 2022 zunächst bedeutet, den Versorgungsbeitrag der Kernenergie - er lag 2008 bei 149 TWh und wird für 2013 auf 97 TWh geschätzt - überwiegend durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Stärkung des Rechtsrahmens

Das Bundesverfassungsgericht hat Ende 2013 durch zwei Entscheidungen die besondere Bedeutung der Braunkohlengewinnung für die deutsche Energieversorgung hervorgehoben und entschieden, dass der Tagebau Garzweiler im Rheinland wegen des Gemeinwohlbelangs der Energieversorgung verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist. Damit besteht nun endgültig die notwendige langfristige Planungssicherheit für die Gewinnung von bis zu 1,3 Millionen Tonnen Kohle.

Um die langfristige Versorgung der Braunkohlenkraftwerke in der Lausitz sicherzustellen, laufen im zweitgrößten deutschen Braunkohlenrevier die Genehmigungsverfahren für mehrere Abbaufelder planmäßig und mit hoher Akzeptanz in den betroffenen Regionen.

Hinweis für die Redaktionen: Die Tabelle der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zur Stromerzeugung in Deutschland 1990 - 2013 ist abrufbar unter: http://ots.de/fhIhJ

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Uwe Maaßen

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