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Medieninformation - Telekom und Qunnect: 95 Prozent Genauigkeit bei Teleportation über Berliner Glasfaser

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MEDIENINFORMATION

Berlin, Deutschland/New York, USA, 19. Februar 2026

Telekom und Qunnect: 95 Prozent Genauigkeit bei Teleportation über Berliner Glasfaser

  • Erfolgreiche Quantenteleportation im Feldversuch über Live-Netz
  • Feldversuch nutzt 30 km kommerzielle Glasfaser in Hauptstadt
  • Durchschnittliche Genauigkeit bei 90 Prozent
  • Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu realen Quantennetzen

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Während die Teleportation von Menschen Science-Fiction bleibt, ist die Teleportation von Quanteninformationen nun praktische Realität. T-Labs, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Deutschen Telekom, und Qunnect, der Pionier im Bereich Quantennetze, haben erfolgreich die Quantenteleportation über ein kommerzielles Netz in Berlin demonstriert. Damit setzten sie einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung einsetzbarer Quantentechnologien auf bestehender Telekommunikationsinfrastruktur.

Teleportation beschreibt ein Phänomen aus der Quantenphysik, bei der Informationen über kleinste Teilchen (Photonen) übertragen werden, ohne dass sich die Teilchen selbst bewegen.

Durch den Einsatz neuer kommerzieller Technologien in der bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur haben T-Labs und Qunnect gezeigt, wie ein Netzbetreiber Funktionen der Quantenteleportation in operative Netze integrieren kann. Die neuen Technologien können Instabilitäten und Interferenzen überwinden.

Bei Versuchen im Januar 2026 in einer realen Telekommunikationsumgebung gelang dem Team die Quantenteleportation über 30 km kommerzielle Glasfaserkabel. Das Experiment wurde mit der Verteilungshardware für Quantenverschränkung von Qunnect und der Berliner Quanteninfrastruktur der Telekom durchgeführt. Es war der erste praktische Test der Kernkomponenten, die für eine zukünftige Übertragung via Teleportation erforderlich sind.

Wegbereiter für das zukünftige Quanteninternet

Die Quantenteleportation ist ein wichtiger Baustein für das zukünftige Quanteninternet, das die Übertragung von Quanteninformationen zwischen weit entfernten Orten ermöglicht. Dabei wird ein identischer Quantenzustand eines Teilchens am Zielort mithilfe einer vorab geteilten Quantenverschränkung nachgebildet, anstatt ein physisches Teilchen zu übertragen.

„Unser Glasfasernetz ist quantum ready“, sagt Abdu Mudesir, Telekom-Vorstand Product and Technology. „In Berlin haben wir jetzt bewiesen, dass sich Quanteninformationen über 30 Kilometer kommerzielle Telekom-Glasfaser, außerhalb eines Labors, übertragen lassen. Parallel zum regulären Datenverkehr und mit einer sehr hohen durchschnittlichen Genauigkeit von 90 Prozent. Mit Quantenteleportation legen wir die technische Grundlage, um künftig auch Quantenrechner über längere Distanzen hinweg zu vernetzen und Rechenleistung nicht nur an einem Ort zu bündeln. So entsteht die nächste Generation sicherer Kommunikation und ein Baustein für Europas technologische Souveränität.“

„Teleportation ist ein neuartiges Werkzeug, um Informationen unter Nutzung der Quantenphysik in Netzen zu übertragen“, sagte Mael Flament, Chief Technology Officer bei Qunnect. „Wir zeigen, dass die Bausteine der Teleportation in einem realen Netz, in realen Racks und unter der Kontrolle des Betreibers funktionieren können. Wir bringen sie damit von einem Laborexperiment zu etwas, das ein Telekommunikationsanbieter einsetzen kann.“

Die Quantenteleportation eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten für Quantennetze. Darunter finden sich Quantenkryptografie, verteiltes Quantencomputing, sichere cloudbasierte Quantendienste, die den Weg für Quantendatenzentren ebnen, und Netze hochsensibler Quantensensoren.

Der Testaufbau

Im Rahmen des Versuchs wurden Qbits, die von einer schwachen kohärenten Quelle erzeugt wurden, über eine 30 km lange Glasfaserschleife teleportiert. Die Strecke verbindet das Quantum Lab der T-Labs mit einem Knotenpunkt auf dem Berliner Glasfaser-Testnetz.

Die Carina-Plattform von Qunnect integriert einen Verschränkungsgenerator, der Paare von quantenverschränkten Photonen für die Verteilung über Glasfaser erzeugt. Gleichzeit wird eine Komponente für einen Polarisationsausgleich verwendet, die umweltbedingte Störungen in unterirdischen und oberirdischen Fasern ausgleicht. Das ermöglicht einen schnellen und hochpräzisen Transport von Quantenbits zwischen Netzknoten. Als Ergebnis erreichten die Teams laut vorläufiger Veröffentlichung der Daten eine Teleportationsgenauigkeit von durchschnittlich 90 %. In der Spitze wurde eine Genauigkeit von 95 Prozent erzielt.

Die Teleportation wird bei einer Wellenlänge von 795 Nanometer durchgeführt. Diese ist für viele Plattformen wie Quantencomputer mit neutralen Atomen, Atomuhren und verschiedene Quantensensoren unerlässlich. Damit wird der Weg für die Anbindung solcher Systeme an die Infrastruktur für das zukünftige Quanteninternet geebnet.

Der Erfolg baut direkt auf einer Reihe früherer Feldversuche derselben Partner auf, die schrittweise die Quantennetztechnik über Glasfaserverbindungen in Ballungsräumen demonstrierten. Qunnect, die Telekom und andere Partner werden die Tests auf Konfigurationen für die Teleportation mit mehreren Knoten ausweiten. Damit können sich die Entfernung, über die sie Quantenzustände übertragen, vergrößern. Diese Erweiterung wird einen breiteren Einsatz und neue Anwendungen innerhalb einer Netzinfrastruktur vor allem in Metropolregionen ermöglichen.

Wer tiefer einsteigen möchte, die Ergebnisse des Experiments sind veröffentlicht unter: https://arxiv.org/abs/2602.16613

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