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Medieninformation: Telekom startet weltweit erstes Multi-Orbit-IoT-Roaming

MEDIENINFORMATION

Bonn, 13. Februar 2026

Telekom startet weltweit erstes Multi-Orbit-IoT-Roaming

  • Telekom ist weltweit erster Netzbetreiber, der IoT-Konnektivität über GEO- und LEO-Satelliten anbietet
  • Lückenlose, zuverlässige NB-IoT-Abdeckung über terrestrische Mobilfunk- und Satellitennetze
  • Innovative Anwendungen auf 5G-Standard-Hardware realisiert

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Die Deutsche Telekom erreicht einen weiteren Meilenstein in der globalen Vernetzung: Als erster Mobilfunkanbieter weltweit ermöglicht sie Multi-Orbit-Roaming für das Internet der Dinge (IoT). Die neue Lösung sorgt dafür, dass IoT-Geräte ihre Daten nahtlos und weltweit übertragen können - je nach Verfügbarkeit entweder über terrestrische Mobilfunknetze oder über Satellitenverbindungen.

Das Multi-Orbit Roaming wurde nun mit einem kommerziellen IoT Gerät getestet, welches sowohl auf geostationären (GEO) und erdnahen (LEO) Satelliten als auch auf terrestrischen Netzen funktioniert.

Die Lösung verbindet das globale IoT-Netz der Telekom (Narrow Band IoT und LTE-M) mit den Satellitendiensten mehrerer Partner: Skylo als erster Satelliten-Dienstleister der Deutschen Telekom, deckt den geostationären Orbit (GEO) ab. Die Funkverbindung zu LEO-Satelliten übernehmen Sateliot und OQ Technology.

„Damit etabliert sich die Telekom als der führende globale Netzbetreiber, der IoT-Konnektivität über mehrere Satellitenumlaufbahnen anbietet – sowohl technisch als auch kommerziell", sagt Jens Olejak, Head of Satellite IoT bei der Deutschen Telekom IoT.

Darüber hinaus wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 Iridiums „NTN Direct“ für die Geschäftskunden der Telekom für IoT-Anwendungen verfügbar sein. Die LEO-Konstellation von Iridium, bekannt für ihre bewährte Zuverlässigkeit und ihre globale Abdeckung, wird den nicht-terrestrischen Roaming-Footprint der Deutschen Telekom weiter ausbauen.

Mehr Abdeckung, mehr Robustheit, mehr Flexibilität:

Multi-Orbit vereint die Stärken verschiedener Satelliten-Typen. GEO-Satelliten ermöglichen aufgrund ihrer festen Position in ungefähr 36.000 Kilometern Höhe eine kontinuierliche Abdeckung und stabile Echtzeitverbindungen. LEO-Satelliten bewegen sich schnell, liefern dafür aber bessere Abdeckung in hohen Breitengraden und in Gebirgsregionen sowie niedrigere Latenzzeiten und höhere Datenraten. Gemeinsam schaffen GEO und LEO eine zuverlässige IoT-Konnektivität auch in abgelegenen Regionen.

Early Adopter Program: Prototyping für die nächste IoT-Generation

Nach ihrem ersten Early Adopter Program mit Skylo im Jahr 2024 hat die Telekom 2025 eine zweite Prototyping-Initiative für Satellite IoT gestartet. Beim Multi-Orbit Early Adopter Program steht die Entwicklung von IoT-Lösungen im Fokus, die terrestrische Mobilfunk- und Satellitenkonnektivität über GEO und LEO kombinieren. Das Programm bringt 15 Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen zusammen und wird u. a. von Sateliot, OQ Technology, Skylo, Nordic Semiconductor und KYOCERA AVX unterstützt.

Drei Beispiele aus dem Programm veranschaulichen den Mehrwert des Multi-Orbit Roamings:

Remote Asset Management für den Betrieb kritischer Infrastrukturen (Datakorum)

Das spanische Technologieunternehmen Datakorum nutzt die neue Multi-Orbit-Konnektivität, um den Betrieb kritischer Infrastrukturen weltweit zu unterstützen. Die Lösung ermöglicht die Echtzeitüberwachung zentraler Parameter wie Wasserqualität, Druck oder Systemstatus in Wasser-, Energie- sowie Öl- und Gasinfrastrukturen – auch in Regionen ohne terrestrische Mobilfunkabdeckung. Über die reine Überwachung hinaus können Betreiber Geräte wie Ventile und andere Komponenten per Funkverbindung fernsteuern. Das verbessert Reaktionszeiten und steigert die Betriebseffizienz. Zur Absicherung geschäftskritischer Anwendungen dient die LEO-Satellitenverbindung als zusätzliche Resilienzschicht. Datakorum hat terrestrische und nicht-terrestrische Funktechnologien in einem Produkt auf Basis des nRF9151-Moduls von Nordic Semiconductor integriert.

Maritimes Tracking & EU-Regulierung (EMA/BlueTraker):

Unter der Marke BlueTraker liefert die slowenische Firma EMA Tracking-Lösungen für die Fischerei und Handelsschiffe. Die „hybride Konnektivität“ – also der Mix aus Satellit und Mobilfunk – garantiert, dass Schiffe ihre Position und ihren Status auch auf offener See zuverlässig melden. Das ist besonders wegen neuer EU-Gesetze wichtig: Künftig müssen auch kleine Schiffe unter 12 Metern Länge ein Überwachungssystem (Vessel Monitoring System) haben. Die Technik der Telekom (NB-NTN) bietet hierfür eine kostengünstige Standard-Lösung, mit der sich auch große Flotten kleiner Boote ohne teure Spezialtechnik vernetzen lassen.

Autonomer KI-Vision-Sensor (MountAIn):

Mit IBEX bringt das französische Unternehmen MountAIn intelligente Bildverarbeitung in abgelegene Regionen, die bisher nicht zuverlässig angebunden waren. Ein autonome KI-Vision-Sensor verarbeitet Bilddaten direkt vor Ort („Edge AI") und erkennt Ereignisse wie Waldbrände, sicherheitsrelevante Vorfälle in Industrieanlagen oder Risiken für kritische Infrastruktur in Echtzeit. Die Möglichkeit der NB-IoT-Satellitenverbindung stellt sicher, dass Warnmeldungen und Betriebsdaten auch in abgelegenen Regionen zuverlässig verfügbar sind und die für sicherheitskritische Anwendungen erforderliche Ausfallsicherheit gewährleistet ist. Da nur relevante Status- und Alarmdaten übertragen werden, funktioniert die Lösung auch über Verbindungen mit geringer Bandbreite

Technischer Hintergrund

Die Telekom und ihre Partner haben Multi-Orbit-Konnektivität auf kommerziell verfügbarer Standard-Hardware validiert. Nordic Semiconductor nRF9151 ist das erste 3GPP-konforme Cellular-IoT-Modul, das terrestrisches NB-IoT/LTE-M sowie NB-NTN über GEO und LEO unterstützt. In Tests stellte das Modul mit einer Telekom SIM-Karte eine direkte Verbindung über die LEO-Satelliten von Sateliot her – und demonstrierte damit, dass Roaming zwischen terrestrischen Mobilfunknetzen und LEO-Satelliten funktioniert. Darüber hinaus wird die Konnektivität über Skylo (GEO) bereits operativ von Kunden genutzt, während die Integration mit OQ Technology (LEO) ebenfalls im Rahmen der Partneraktivitäten validiert wurde. Iridium (LEO) wird derzeit integriert und validiert und wird im Laufe dieses Jahres verfügbar sein.

Für die Satellitenverbindung müssen die eingesetzten Antennen die relevanten 3GPP-Satellitenfrequenzbänder n249, n255 beziehungsweise n256 unterstützen. Diese Frequenzbänder sind Voraussetzung für den Betrieb von NB-NTN über GEO- und LEO-Satelliten. Entsprechende Antennenlösungen sind bei Herstellern wie Kyocera AVX bereits verfügbar, sodass Gerätehersteller schon heute auf bestehenden Komponenten aufsetzen und neue IoT-Lösungen für Multi-Orbit NB-IoT entwickeln können.

Die Deutsche Telekom auf dem MWC Barcelona vom 2. bis 5. März 2026

Paneldiskussion zum Thema Multi-Orbit-IoT-Roaming: Mittwoch, 4. März um 15:00h, live streamen auf mwc.telekom.com/2026

Pressekonferenz streamen

Live aus Barcelona am 2. März von 13.30 bis 15:00 Uhr unter www.telekom.com/medien

Themenspecial MWC

Nähere Informationen zu den einzelnen Themen finden Sie unter  www.telekom.com/mwc

Besuchen Sie uns – in Barcelona oder im Netz

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