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Neues Buch über den Machtkampf um die Meere: Schattenflotten, Infrastrukturen, Rohstoffe, Sicherheit

Neues Buch über den Machtkampf um die Meere: Schattenflotten, Infrastrukturen, Rohstoffe, Sicherheit
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Neues Buch über den Machtkampf um die Meere: Schattenflotten, Infrastrukturen, Rohstoffe, Sicherheit

„Dark Sea – Unsichtbarer Ozean der Neuen Weltordnung“ von Claude Piel, 240 Seiten, ISBN 978-3-98674-155-6. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Heinrich Kreft, Botschafter a.D.

Der Ozean ist zentrale kritische Infrastruktur (Handel, Daten, Energie) und zugleich ein strategischer Raum, der politisch unterschätzt wird. Dark Sea beschreibt maritime Grauzonen als neues Machtproblem: verdeckte Akteure, schwache Durchsetzung, unklare Zuständigkeiten. Das Buch liefert ein Analysemodell, um materielle Abhängigkeiten, verdeckte Operationen und digitale Steuerung in einem Systembild zu verstehen.

Berlin/Büsum/Frankfurt, 11. März 2026 – Auf der UN Water Conference in New York wurde Claude Piels letztes Buch „Kampf ums Wasser – Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts“ (ISBN 978-3-98674-024-5) offiziell vorgestellt. Jetzt hat die Autorin ein neues Werk mit dem Titel „Dark Sea – Unsichtbarer Ozean der Neuen Weltordnung“ (ISBN 978-3-98674-155-6) heraus­gebracht. Der Untertitel verrät genauer, worum es geht: „Machtkampf um die Meere: Schatten­flotten, digitale Infrastrukturen, Rohstoffe, Sicherheit.“ Erschienen ist das Buch im Verlag der Denkfabrik Diplomatic Council, die zum engsten Beraterkreis der Vereinten Nationen gehört (UN Consultative Status).

Das neue Werk hat einen aktuellen Anlass: Im Mai 2026 wird die Internationale Seeschiff­fahrtsorganisation (IMO) den sogenannten „MASS Code“ vorlegen – den Regulierungsrahmen für Maritime Autonomous Surface Ships, also autonome bzw. ferngesteuerte Schiffe. Schon seit längerem kommt es in der Ostsee immer wieder zu Vorfällen: beschädigte Unterseekabel, GPS-Störungen, Drohnensichtungen, Cyberangriffe auf Häfen und verdächtige Schiffsbewegungen. Diese zeigen, wie leicht maritime Infrastruktur durch eine Kombination aus digitalen Angriffen, Sabotage und verdeckte hybride Methoden angegriffen werden kann. Die Autorin erklärt den Titel ihres Buches: „Dark Sea ist kein Ort, sondern ein Zustand der Intransparenz, das maritime Pendant zum Darknet. Unsichtbarkeit ist die Methode, die Kontrolle schwindet und das Gesetz des Stärkeren greift.“

Europas kritische Infrastrukturen auf See werden zur Sicherheitsfrage

Claude Piel erläutert die Hintergründe: „Europas kritische Infrastrukturen auf See werden zusehends zur Sicherheitsfrage. Und die Ostsee ist Europas Testfeld für die maritime Verteidigung – vom Hafen bis zu Unterseekabeln am Meeresboden. Dark Sea liefert den Deutungsrahmen, um diese neue Verwundbarkeit strategisch zu verstehen – und sich dagegen zu wappnen. Denn Europas Wohlstand und Sicherheit hängen an maritimer Infrastruktur, die zu oft unsichtbar bleibt. Dark Sea zeigt, wie Autonomie, Schattenflotten und digitale Steuerung Kontrolle verschieben – und warum Europa schneller handlungsfähig werden muss.“

Aus dem Vorwort des ehem. deutschen Botschafters Prof. Dr. Heinrich Kreft, Programm­direktor im Auswärtigen Amt und Präsident des Diplomatic Council:

Der maritime Raum ist in den politischen und sicherheits-politischen Debatten Europas lange Zeit marginalisiert worden. Er galt als funktionaler Transitraum der Globalisierung, als neutrale Wasserfläche zwischen Staaten, reguliert durch inter-nationales Recht und unmittelbarer Machtpolitik weitgehend entzogen. Diese Annahme hat sich als trügerisch erwiesen. Spätestens die sicherheitsrelevanten Vorfälle der vergangenen Jahre – insbesondere im Ostseeraum – haben deutlich gemacht, dass Meere und Ozeane nicht nur Verkehrsflächen, sondern strategisch hochsensible Räume sind, deren Verwundbarkeit unmittelbare Auswirkungen auf Sicherheit, Wohlstand und politische Handlungsfähigkeit haben.

Dieses Buch setzt bei dieser Verwundbarkeit an. Es geht von der These aus, dass die Meere heute zugleich Infrastruktur-, Rechts- und Datenraum sind. Unter ihrer Oberfläche ist ein dichtes Geflecht kritischer Infrastrukturen entstanden: Energie-pipelines, Strom- und Unterseekabel, Sensorik und zunehmend autonome Systeme. Diese Infrastrukturen bilden das physische Rückgrat der globalisierten Wirtschaft und unserer digitalen Vernetzung. Ihre Funktionsfähigkeit ist für unsere modernen Gesellschaften existenziell – ihr Schutz jedoch bislang unzureichend gewährleistet.

Europas Verwundbarkeit: Die Ostsee als strategisches Brennglas

Für Deutschland und Europa ist diese Entwicklung von besonderer Relevanz. Rund 90 Prozent des Außenhandels werden über den Seeweg abgewickelt, der überwiegende Teil des interkontinentalen Datenverkehrs über Unterseekabel übertragen. Energieimporte und industrielle Lieferketten erfolgen größtenteils auf dem Seeweg. Diese Abhängigkeiten sind strukturell – und damit strategisch.

Dieses lässt sich – wie unter einem Brennglas - besonders gut an der Ostsee beschreiben. Sie ist ein vergleichsweise kleines und zugleich stark genutztes Meer, in dem zivile, wirtschaftliche und militärische Nutzungen eng miteinander verflochten sind. Hier verlaufen zentrale Energie- und Datenverbindungen; hier treffen die Interessen von EU, NATO und Russland unmittelbar aufeinander; hier sind hybride Aktivitäten unterhalb der Schwelle offener militärischer Gewalt besonders sichtbar geworden. Die Ostsee macht exemplarisch deutlich, dass der Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur keine marginale, technische Frage ist, sondern eine Kernfrage von Sicherheit und Souveränität.

ANFORDERUNG VON REZENSIONSEXEMPLAREN FÜR JOURNALISTEN

Journalisten können Rezensionsexemplare per E-Mail an presse@diplomatic-council.org anfordern. Wir bitten um Verständnis, dass diese ausschließlich als E‑Book zur Verfügung gestellt werden. Um eine Nachricht mit dem Link zur Veröffentlichung an presse@diplomatic-council.org wird höflichst gebeten.

Weitere Informationen: www.diplomatic-council.org/de/darksea

Presseagentur: euromarcom public relations, E-Mail: team@euromarcom.de

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