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04.05.2017 – 12:00

Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika

BASF, fünf Jahre nach dem Massaker von Marikana: Lieferkettenverantwortung oder Lippenbekenntnisse?
Südafrikanische Gewerkschafter und Überlebende des Massakers bei der Hauptversammlung von BASF

Heidelberg (ots)

PRESSEKONFERENZ
Donnerstag, 11. April 2017, 11.00
Attac Deutschland Münchner Straße 48, Frankfurt/Main 

Mit Mzoxolo Magidiwana: Minenarbeiter und Überlebender des Massakers von Marikana, wo er durch 14 Schüssen von der Polizei schwer verletzt wurde.

Bishop Jo Seoka: Geistlicher Beistand der MinenarbeiterInnen und Vorsitzender der Bench Marks Foundation, die transnationale Unternehmen monitort

Joseph Mathunjwa: Präsident der größten Gewerkschaft im Südafrikanischen Platingürtel AMCU Dumisani Nkalitshana: "National Organiser" der AMCU

Im August 2012 werden 34 Minenarbeiter, die für höhere Löhne und bessere Lebensbedingungen streiken, von der südafrikanischen Polizei in Marikana erschossen. Die Untersuchungskommission lässt keinen Zweifel offen: Mitschuld am Massaker trägt auch der Minenbetreiber LONMIN. Dessen Hauptkunde ist BASF, die dort jährlich für 600 Millionen Euro Platinmetalle zur Herstellung von Katalysatoren einkauft.

BASF bekennt sich zur "Lieferkettenverantwortung": Diese soll allen BASF-Kunden garantieren, dass auch die Hauptlieferanten von BASF hohe menschen- und arbeitsrechtliche Standards einhalten. Die Bilanz im fünften Jahr nach dem Massaker ist jedoch ernüchternd: Weiterhin sind keine Reparationszahlungen geleistet worden, leben die Arbeiter unter miserablen Lebensbedingungen in Slums ohne fließendes Wasser und ohne Elektrizität. BASF vermeidet nicht nur Steuern, sondern hat bisher auch nachhaltiges Engagement zur Verbesserung der Situation vermieden. Dient das Bekenntnis zur Lieferkettenverantwortung bloß der Verbesserung des eigenen Image anstatt der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen bei Zulieferbetrieben?

Bei dieser Pressekonferenz stehen u.a. die Forderungen der Minenarbeiter und deren Gewerkschaft an BASF wie auch die Konsequenzen der europäischen Rohstoffpolitik zur Diskussion. Mit einer Mahnwache gedenkt das Kampagnenbündnis PLOUGH BACK THE FRUITS am 12. Mai von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr der 34 getöteten Bergleute von Marikana vor der BASF Hauptversammlung im Mannheimer Rosengarten.

Begleitet von einer Klangkulisse werden 34 Poster mit Fotos der ermordeten Bergleute hochgehalten und ihre Namen vorgelesen. Im Anschluss an den Protest werden die Südafrikaner auf der Hauptversammlung von BASF sprechen.

Weitere Informationen und Pressematerial unter www.basflonmin.com

Pressekontakt:

Markus Dufner: +49 (0) 221 599 56 47, 0173 - 713 52 37,
dachverband@kritischeaktionaere.de
Maren Grimm: +49 (0) 177 655 10 53, m.grimm@akbild.ac.at
Jakob Krameritsch: +43 (0) 699 1967 51 31, j.krameritsch@akbild.ac.at

Original-Content von: Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, übermittelt durch news aktuell

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