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Pressemitteilung: Neue TrendAI-Studie deckt blinde Flecken bei der Absicherung von KI-Rechenzentren auf

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Neue TrendAI-Studie deckt blinde Flecken bei der Absicherung von KI-Rechenzentren auf

Physische Infrastruktur von KI-Rechenzentren tausendfach offen im Internet erreichbar: 6.300 ungeschützte Gebäudeleitsysteme nahe US-Rechenzentren entdeckt – Muster ist auch für Deutschland und Europa relevant

Garching b. München, 19. August 2026 – TrendAI™, der Enterprise-Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro, veröffentlicht den Report „An Invisible Attack Surface: Thousands of Industrial Control Systems Exposed Near Data Centers“. Die Untersuchung zeigt: Während die Server von KI-Rechenzentren mit leistungsstarken Firewalls und Zero-Trust-Architekturen gesichert werden, bleibt eine andere Angriffsfläche oft unbeachtet – die physische Gebäudetechnik, die Kühlung, Stromversorgung und Klimaregelung steuert. Forscher von TrendAI fanden 6.300 solcher Systeme, die frei im Internet erreichbar sind.

Für die Analyse durchsuchten die Threat Researcher Stephen Hilt und Numaan Huq von TrendAI mithilfe der Suchmaschine Shodan systematisch industrielle Steuerungsprotokolle im Umkreis von einem Kilometer um mehr als 1.000 US-Rechenzentren – und identifizierten dabei exponierte Gebäudeautomationssysteme (GA) und Industrial-Control-Systeme (ICS), die Kühlung, Stromversorgung und Umgebungsüberwachung steuern.

Auch wenn sich die Untersuchung auf US-Standorte konzentriert, sind die Ergebnisse laut TrendAI auch für Deutschland und Europa relevant: Ein erheblicher Teil des weltweiten Internetverkehrs läuft über genau solche Rechenzentrums-Hubs – laut Report etwa 70 Prozent des IP-Traffics allein über den US-Cluster „Data Center Alley“ in Virginia. Zudem entstehen KI-Rechenzentren derzeit auch in europäischen Boomregionen wie Frankfurt am Main, Europas größtem Rechenzentrums-Standort, im ähnlichen Tempo wie in den USA. Die Studie legt nahe, dass genau dieses Bautempo mit dem Ausmaß der gefundenen Sicherheitslücken zusammenhängt.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • 6.300 offen erreichbare Geräte: Im Umkreis von rund 100 der insgesamt 1.063 untersuchten US-Rechenzentren identifizierten die Forscher 6.300 offen im Internet erreichbare Gebäudeleit- und Steuerungssysteme – darunter BACnet-Controller und Niagara-Plattformen.
  • Je neuer, desto exponierter: Rechenzentren, die seit 2021 im Zuge des KI-Booms gebaut wurden, weisen mit 13,1 Prozent eine mehr als doppelt so hohe Expositionsrate auf wie Anlagen vor 2010 (4,9 Prozent) – ein möglicher Hinweis darauf, dass Baugeschwindigkeit auf Kosten der Absicherung geht.
  • Bekannte, teils kritische Schwachstellen: Auf den gefundenen Geräten läuft Software mit 53 bekannten Schwachstellen (CVEs), einige mit einem CVSS-Höchstwert von 10.0.
  • Hochwertziele für Angreifer: 143 der rund 3.991 identifizierten IP-Adressen fungieren als Multi-Protokoll-Gateways und öffnen mit einem einzigen Zugriffspunkt den Weg zu mehreren Gebäudesystemen gleichzeitig.

Sabotage über Kühlung, Klima und Facility-Zugänge

Konkret können Angreifer über diese Systeme Kühlaggregate abschalten, sodass Server binnen Minuten überhitzen, oder Temperatur- und Feuchtigkeitswerte so manipulieren, dass Hardware außerhalb ihrer Spezifikation läuft. Gezielt ausgelöste Fehlalarme binden wiederum Betrieb und Personal, und geänderte Zugangsdaten können Facility-Mitarbeitende im Ernstfall aussperren.

„Server in Rechenzentren gehören zu den am stärksten geschützten digitalen Umgebungen der Welt – doch die physische Infrastruktur, die sie am Leben hält, liegt oft fast vollständig außerhalb dieses Schutzes. Wenn ein Angreifer sich Zugriff auf Gebäudesysteme verschafft, hat er einen weiteren Weg, um dasselbe Ziel zu erreichen wie mit einem klassischen Cyberangriff: Dienste offline zu nehmen“, sagt Stephen Hilt, Principal Threat Researcher bei TrendAI.

„Unsere Forscher haben diese 6.300 Systeme allein durch eine passive Internet-Recherche gefunden – ganz ohne Hacking, einfach über eine öffentliche Suchmaschine für internetfähige Geräte. Wenn sich diese Schwachstellen schon so leicht aufspüren lassen, drängt sich die Frage auf, wie es um die Bereiche steht, die von außen nicht einsehbar sind. Wer aktuell in KI-Infrastruktur investiert oder Flächen anmietet, sollte das bei seinem Rechenzentrums-Betreiber aktiv hinterfragen – das gilt für die USA genauso wie für Deutschland und Europa, wo im ähnlichen Tempo gebaut wird“, sagt Udo Schneider, Governance, Risk & Compliance Lead, Europe bei TrendAI.

Den vollständigen Report finden Sie hier: https://www.trendaisecurity.com/de/resources-insights/deep-research/an-invisible-attack-surface-thousands-of-industrial-control-systems-exposed-near-data-centers

Hinweis für die Presse:

Sie möchten mehr über die Ergebnisse des Reports erfahren oder haben weiterführende Fragen? Udo Schneider, Governance, Risk & Compliance Lead, Europe bei TrendAI, steht gerne für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Gerne liefern wir auch einen maßgeschneiderten Fachbeitrag zum Thema für ihr Magazin.

Mögliche Inhalte:

  • Welche konkreten Schwachstellen und Gerätetypen die Forscher in der Nähe von US-Rechenzentren gefunden haben und wie realistisch ein ähnliches Bild für Rechenzentren in Deutschland und Europa ist
  • Welche Hinweise es darauf gibt, dass Angreifer diese Angriffsfläche bereits aktiv im Blick haben
  • Worauf Unternehmen achten sollten, die aktuell in neue KI-Rechenzentren investieren oder dort Flächen anmieten
  • Konkrete erste Schritte, mit denen Unternehmen und Betreiber die eigene Exposition prüfen und schließen können
  • Wie sich die aktuelle Zunahme von Ransomware-Angriffen auf Industrieanlagen auf das Risiko für Rechenzentren auswirkt

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage unter + 49 89 17959 18-0 oder trendmicro@akima.de

Ihr TrendAI-Team bei Akima Media

Über TrendAI™

TrendAI™, ein weltweit führender Anbieter von KI-Sicherheit und der Enterprise-Geschäftsbereich von Trend Micro, ermöglicht Organisationen vollständige Transparenz über ihre KI-Nutzung und eine konsolidierte Sicherheit, die Vertrauen schafft, Innovation fördert und Risiken eliminiert. Weltweit vertrauen die größten Unternehmen und Regierungsbehörden in 185 Ländern auf TrendAI™, um ihre gesamte Organisation zu schützen – von Identitäten über Infrastrukturen bis hin zu Daten.

Globale Fortune-500-Unternehmen verlassen sich auf TrendAI™, um Risiken zu reduzieren und Bedrohungen bis zu drei Monate früher zu stoppen – gestützt auf führende Bedrohungs- und Angriffsanalysen. Durch enge Partnerschaften mit Technologiepionieren wie NVIDIA, Anthropic, AWS, Google und Microsoft befähigt TrendAI™ Organisationen, sicher mit der Geschwindigkeit von KI voranzuschreiten.

Mit TrendAI™ erhalten Unternehmen einen klaren Überblick darüber, wie KI in ihren Umgebungen eingesetzt wird, können neu entstehende Risiken identifizieren und schneller reagieren. Durch die Integration und Konsolidierung von Sicherheitsfunktionen im gesamten Unternehmen ermöglicht TrendAI™ CISOs, ihre Sicherheitsarchitektur zu vereinfachen und Geschäftsführungen, Innovationen Sicher voranzutreiben. AI Fearlessly.

Pressekontakt:
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Christina M. Rottmair / Anna Magali Golling 
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