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Rundfunkrat verabschiedet Schlussfolgerungen aus Werkstattgespräch "Familie"

    Köln (ots) - "Einschätzungen und Empfehlungen zum Thema 'Familie und Familienpolitik' in den Programmen des WDR und der ARD" hat der Rundfunkrat des WDR in seiner Sitzung in Köln verabschiedet. Im Rahmen eines Werkstattgesprächs hatte sich der Programmausschuss des Gremiums unter Vorsitz von Karin Junker zuvor intensiv mit der Frage befasst, welchen Stellenwert Familie und Familienpolitik in den Programmen des WDR und der ARD einnehmen. Die Federführung für das Werkstattgespräch lag bei Petra Hepenstrick, die von der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände in den Rundfunkrat entsandt ist. Beteiligt an dem Werkstattgespräch waren externe Sachverständige, Vertreterinnen und Vertreter von Familienverbänden und interessierte Eltern sowie Schülerinnen und Schüler. Ausgangspunkt war die von WDR-Redakteurin Irmela Hannover und dem freien Autor und Filmemacher Arne Birkenstock für das Adolf-Grimme-Institut im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellte Studie "Familienbilder und Familienthemen in fiktionalen und nicht-fiktionalen Fernsehsendungen". Im Dialog mit den Programmverantwortlichen waren die Angebote des WDR in Hörfunk, Fernsehen und Internet in die Diskussion einbezogen worden.

    Die Stellungnahme hebt die Bedeutung des Querschnittthemas "Familie" hervor, das angesichts der Herausforderungen durch die demografische Entwicklung in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt ist. Die Berücksichtigung dieses Themas komme aber bislang trotz lobenswerter Beispiele in allen Programmgenres noch zu kurz. Die Untersuchung habe allerdings ergeben, dass der WDR stärker als andere Sender dieses Thema in all seinen Facetten aufgreife. So strahle der WDR beispielsweise mit der 'Servicezeit Familie' ein wöchentliches Magazin zu Familie und Familienpolitik aus. Auch weitere Fernsehsendungen befassten sich mit der Thematik. Im Hörfunk des WDR wurden im Jahr 2005 allein auf WDR 2 fast 200 Beiträge gesendet, die sich mit dem Thema Familie befassten. Auf WDR 5 gibt es zum Beispiel mit der Sendung 'Lebensart', ein Call-In-Format, das sich einmal pro Woche Familienthemen widmet. Betont wurde auch, dass in der Kindersendung 'Lilipuz' (WDR 5) das gesamte Spektrum von Familienthemen aus der Sicht von Kindern behandelt wird. So produziert 'Lilipuz' auch Sendungen in Schulen, nicht zuletzt um bei den Kindern durch das eigene Mitwirken an Angeboten öffentlich-rechtlicher Qualität Medienkompetenz zu fördern. Das journalistisch aktuelle Angebot von wdr.de bietet zahlreiche Möglichkeiten, Schwerpunktinformationen zu vertiefen und diese zeitunabhängig und nachhaltig zu nutzen.

    Neben einer Ursachenanalyse benennt die Stellungnahme des Programmausschusses konkrete Empfehlungen für den Sender. Dazu gehört, Medienschaffende aller Genres für den fiktionalen wie non-fiktionalen Bereich durch Aus- und Fortbildung für das Familienthema zu sensibilisieren. Angeregt wurde auch, die kon-zeptionelle Weiterentwicklung von Generationen übergreifenden Familienprogrammen. Insbesondere in den Nachrichten- und Hauptinformationen der ARD solle es deutlich mehr familienpoliti-sche Beiträge geben. Begrüßt wurden Pläne des WDR, verstärkt Themen mit familienpolitischem Hintergrund anzubieten und die Problematik auch in der Fernsehfilm-Koordination der ARD zur Diskussion zu stellen.

    Hinweis: Die Stellungnahme des Rundfunkrates zu "Einschätzungen und Empfehlungen zum Thema' Familie und Familienpolitik in den Programmen des WDR und der ARD" kann abgerufen werden in der Pressestelle, Tel. 0221/220-4603.

Rückfragen: Rüdiger Oppers, Unternehmenssprecher Tel. 0221/220-2407

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