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WDR-Sendung "Kreuzverhör": NRW-Regierungschef Steinbrück (SPD) spricht sich für enge Kooperation mit CDU/CSU im Reformherbst aus

Köln (ots)

NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) ist zwar
davon überzeugt, dass die rot-grüne Koalition am Freitag im Bundestag
eine eigene Mehrheit bei der Abstimmung über die Hartz-Gesetze
bekommen wird, appelliert jedoch an seine Partei, bei den für
Deutschland notwendigen Reformen noch enger mit der CDU/CSU
zusammenzuarbeiten. "Die Bürger erwarten, dass parteiübergreifende
Lösungen gefunden werden. Eine zukunftsfeste Alterssicherung und eine
Modernisierung des Föderalismus bekommt man nur mit beiden großen
Volksparteien hin", erklärte Steinbrück in der WDR- Sendung
"Kreuzverhör" (Montag, 13. Oktober, 20.15 Uhr - 20.30 Uhr, WDR
Fernsehen). In diesem Zusammenhang erinnerte der SPD-Politiker an die
unlängst von ihm mit dem hessischen Regierungschef Roland Koch (CDU)
vorgestellten Ideen zum Subventionsabbau. "Das war ein Beleg dafür,
dass parteiübergreifend in Deutschland etwas hinzubekommen ist, wenn
man es will." Die Sozialdemokraten müssten weiter die Rolle des
Reformmotors übernehmen, "auch wenn es dafür auf der
Beliebtheitsskala keine Punkte gibt". Doch zum eingeschlagenen Kurs
gebe es keine Alternative. "Entweder wir behalten in der SPD unsere
Reformfähigkeit, oder aber wir werden in der Substanz
strukturkonservativ", glaubte der NRW-Ministerpräsident. Nunmehr
gelte es auch, von Trugschlüssen der Vergangenheit Abschied zu
nehmen. "Wir müssen konstatieren, dass es in Deutschland 25 Jahre
Erfolglosigkeit bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gibt. Da sind
andere Länder einfach viel besser als wir", meinte Steinbrück.
Deshalb müsse man jetzt neue, auch schmerzliche Wege gehen. "Der
Ertrag unserer Reformen wird sich leider erst in einigen Jahren
einstellen." Die in seinem eigenen Bundesland vorgesehen Kürzungen
bei Beamten und Institutionen hielt der SPD-Politiker für vertretbar.
"Diese Maßnahmen sind nicht nur unumgänglich, sondern auch zumutbar."
In NRW müssen etwa Staatsdiener nach den Plänen der Landesregierung
vom kommenden Jahr an 41 Stunden in der Woche arbeiten und auf weite
Teile ihres Urlaubs- und Weihnachtsgeldes verzichten.
Bei Rückfragen: 0172/93 49 616, Redaktionsbüro Tutt & Partner
Annette Metzinger, WDR-Pressestelle, Telefon 0221/220-2770
ots-Originaltext: WDR Westdeutscher Rundfunk
Digitale Pressemappe: 
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