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MDR-Talk „Fakt ist!“ zum Thema: „Selbstbestimmtes Sterben – Welche Regeln brauchen wir für den assistierten Suizid?“

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Leipzig (ots)

Darüber diskutieren Anja Koebel und Friederike Schicht bei „Fakt ist!“ aus Dresden mit ihren Gästen am Mittwochabend, 15.04.2026, 20.45 Uhr im MDR-Fernsehen, im Livestream bei mdr.de und in der ARD Mediathek.

Die Kessler-Zwillinge haben es im November getan. Sie haben sich in den Freitod begleiten lassen. Längst keine Ausnahme mehr - mindestens zweimal am Tag passiert das in Deutschland, wo der assistierte Suizid seit 2020 nicht mehr verboten ist. Manche wollen aus dem Leben gehen, weil sie schwer krank sind, Schmerzen haben, andere haben das Leben satt oder wollen einfach selbstbestimmt sterben, um später nicht auf Pflege angewiesen zu sein. Der freie Tod gehört mittlerweile für viele Menschen zu einem freien Leben dazu.

Im krassen Widerspruch dazu steht, dass es seit Jahren in Deutschland kein klares Sterbehilfegesetz gibt. Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts lässt ein solches Gesetz mit genaueren Regeln auf sich warten. Und so hat sich seither ein Markt entwickelt, den Kritiker als zu schwach reguliert ansehen. Somit bewegen sich Ärzte, die helfen möchten, in manchen Fällen in einer rechtlichen Grauzone. Und es gibt Firmen, für die assistierter Suizid auch ein Geschäft ist.

Was sind das für Firmen und Vereine, die Selbsttötungen gegen eine Bezahlung anbieten? Welche konkreten Regeln befolgen sie?

Warum entscheiden sich Menschen dafür, ihrem Leben mit Hilfe Dritter ein Ende zu setzen? Und welche Rolle spielen beim Todeswunsch die Angst vor schlechter Pflege und Unterbringung im Heim?

Wie könnte in Deutschland ein künftiges Sterbehilfegesetz aussehen?

„Selbstbestimmtes Sterben – Welche Regeln brauchen wir für den assistierten Suizid?“: „Fakt ist! Aus Dresden“ will das herausfinden und spricht u.a. mit Menschen, die sich für ihr Lebensende einen assistierten Suizid wünschen und mit Menschen, zu deren Berufsalltag es gehört, beim Suizid zu helfen.

Gäste der Sendung sind:

  • Daniela Oswald, Ärztin, die Menschen beim Suizid begleitet
  • Prof. Jan Schildmann, Medizinethiker an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • René Rixrath, Vorstand der Herrnhuter Diakonie und Geschäftsführer Christliches Hospiz Ostsachsen
  • Lars Castellucci (SPD), arbeitet an einem Entwurf für ein Sterbehilfegesetz

Moderation: Anja Koebel und Friederike Schicht

Pressekontakt:

MDR, Kommunikations- und Mediendesk, Tel.: (0341) 3 00 64 55, E-Mail:
kommunikation-desk@mdr.de

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