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Aigner: Mehr Bildungschancen für Migrantenkinder

    Berlin (ots) - Anlässlich der Diskussion des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung mit der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer MdB, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ilse Aigner MdB:

    Es ist ein gutes Zeichen, dass die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung sich besonders dem Thema Bildung annimmt. Seit PISA wissen wir, dass Kinder mit Migrationshintergrund in der Bildung zurückfallen mit den daraus resultierenden für ihr ganzes Leben negativen Konsequenzen. Hier muss dringend gegengesteuert werden. Der Schlüssel ist das sichere Beherrschen der deutschen Sprache, von der alles weitere bis hin zur mathematischen Kompetenz abhängt.

    Der Anfang muss stimmen. Jedes Kind, das in die Grundschule kommt, muss dem Unterricht folgen können, ansonsten ist es weitgehend vergeudete Zeit. Richtigerweise haben die Länder in den letzten Jahren ihre Anstrengungen verstärkt. Die Ergebnisse des Vorreiters Hessen, das bereits 2003 mit sprachlichen Vorlaufkursen begonnen hat, sind ermutigend. 96 Prozent der teilnehmenden Kinder erreichen den erforderlichen Sprachstand für die Einschulung.

    Mehr tun müssen die Länder in der Schule selbst. Es ist fatal, dass fast 20 Prozent der ausländischen Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen. Wir müssen weg von falschen Maßstäben. Es ist unerheblich, welche Schulform Migrantenkinder vorrangig besuchen, sondern es geht darum, welches Bildungsniveau sie erreichen. In Bayern ist dies laut PISA im gegliederten System erheblich höher als woanders.

    Wegen der Bedeutung der Sprache sollte der Unterricht auf Deutsch erfolgen. Ob Deutsch generell verpflichtend auf dem Schulhof wird, ist eine Entscheidung, die die Schulen vor Ort in Absprache mit den Eltern treffen sollten.

    Besonders wichtig ist es, mehr ausländische Jugendliche im Rahmen der beruflichen Bildung zu qualifizieren. Ihre Ausbildungsquote ist von 1994 bis 2004 von 44 Prozent auf 25 Prozent gesunken. 4 Milliarden Euro werden jährlich für Warteschleifen und Reparatur durch die Bundesanstalt für Arbeit ausgegeben. Das Geld wäre effizienter investiert in Ausbildungsfähigkeit und Förderung der beruflichen Bildung.

    Ausländische Unternehmen müssen für die berufliche Bildung gewonnen werden. Deshalb begrüßen wir, dass die Bundesregierung das Thema zu einem Schwerpunkt des Ausbildungspaktes macht und ausländische Unternehmen, z. B. durch ein externes Ausbildungsmanagement unterstützt.

    Die CDU/CSU steht für Integration und Chancengerechtigkeit. Wir wollen verhindern, dass Kinder mit Migrationshintergrund zu einer verlorenen Generation in unserem Land werden.

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