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CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Austermann: Rot-Grün hat das Land in die Krise geführt

Berlin (ots)

Zu den Eckwerten des Nachtragshaushalts 2003
erklärt der haushaltspolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dietrich Austermann MdB:
Bruch der Verfassung, Bruch der europäischen Verträge,
Rekordverschuldung, marode Staatsfinanzen, gescheiterte Steuerreform
– für all das steht Eichel als Architekt eines gigantischen
Lügengebäudes. Er muss abtreten. Die Gesamtverantwortung für die
Krise, in die Rot-Grün das Land geführt hat, trägt allerdings der
„Generalunternehmer“, der Bundeskanzler, der die Richtlinien der
Politik bestimmt. Die Regierung muss sich der Verantwortung stellen
mit einem sofortigen vollständigen Kassensturz.
Die „Schadensbilanz“ Eichels im Einzelnen: Zum dritten Mal in
Folge wird Deutschland 2004 sowohl gegen die Verfassung als auch den
Europäischen Stabilitätspakt verstoßen. 2004 verletzt Eichel erstmals
vorsätzlich beide Verschuldungsgrenzen. Das Überschreiten der
Maastrichter Defizit-Grenze ist der vorsätzliche Bruch eines
völkerrechtlichen Vertrages!
Über 43 Mrd. € Neuverschuldung hat Eichel in diesem Jahr zu
verantworten. Das ist absoluter Nachkriegsrekord und fast eine
Verdreifachung gegenüber dem, was er kurz vor der Bundestagswahl im
September 2002 (rd. 15 Mrd. €) noch verkündet hat. Im Frühjahr 2002
wollte Eichel den Haushalt 2004 noch „close to balance“ bringen. Von
einem ausgeglichenen Haushalt entfernt sich diese Regierung mit
Lichtgeschwindigkeit.
Der Bundesfinanzminister ist bei Wachstum und Beschäftigung
ständig von zu optimistischen Prognosen ausgegangen. Die Ansätze für
die Steuereinnahmen waren völlig illusorisch. Das hat bereits die
Mai- Steuerschätzung mit einem Minus für den Bundeshaushalt von 7
Mrd. € gezeigt. Die völlige Streichung des BA-Zuschusses in diesem
Jahr hat sich in Anbetracht steigender Arbeitslosigkeit und eines
BA-Defizits von fast 6 Mrd. € in 2002 ebenso als völlig utopisch
erwiesen. Dies setzt sich fort.
Der Haushalt 2004 basiert erneut auf viel zu optimistischen
Annahmen bei den Steuereinnahmen und bei den Arbeitsmarktausgaben.
Eine ganze Reihe von Gesetzgebungsvorhaben mit erheblichen
Haushaltsauswirkungen sind noch nicht beschlossen. Aus diesen Gründen
ist der Haushalt 2004 derzeit nicht beratungsfähig. Deshalb müssen
die parlamentarischen Beratungen ausgesetzt werden, bis die Zahlen
der November-Steuerschätzung vorliegen und die entsprechenden Gesetze
von Bundestag und Bundesrat verabschiedet sind.
Rot-Grün betreibt keine Konsolidierung, sondern eine Politik der
Verschuldung. Seit 2002 steigen die Defizite massiv an: 2002 waren es
31,9 Mrd. €. Dieses Jahr werden es gut 43 Mrd. €. 2004 sind 30,8 Mrd.
€ geplant, wobei sich die derzeitigen Haushaltsrisiken auf rd. 20
Mrd. € belaufen. Zur Zeit tendiert das gesamtstaatliche Defizit 2004
in Richtung 5 %.
Eichel setzt seine Sparziele nicht durch. 2004 muss er auf die
Hälfte der Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung
verzichten. Für die andere Hälfte muss er sich mit dem Strohhalm
einer Globalen Minderausgabe zufrieden geben.
Die sog. große Steuerreform hatte einen Totalausfall bei der
Körperschaftsteuer zur Folge. Die Entlastung der
Kapitalgesellschaften ging auf Kosten der Personengesellschaften. Es
wurde kein Wachstum generiert. Stattdessen haben sich die
Haushaltslöcher dramatisch vergrößert. Die Steuerreform ist mit eine
der Ursachen dafür, dass wir die dramatischste Finanzkrise aller
öffentlichen Haushalte in der Nachkriegsgeschichte zu verzeichnen
haben. Klammheimlich werden inzwischen Reparaturarbeiten an dieser
„großen“ Steuerreform durchgeführt, etwa durch die Abschaffung des
Halbeinkünfteverfahrens für die Unternehmen der Versicherungsbranche.
Jahrelang wurde eine wachstumsfeindliche Politik betrieben.
Verschärfungen im Arbeitsrecht und immer höhere Steuer- und Abgaben
für die Bürger und die Unternehmen haben die Konjunktur und das
Wachstum abgewürgt. Privatisierungen werden mit der Brechstange
vorgenommen. Jüngstes Beispiel sind die teuren Platzhaltergeschäfte
mit der KfW. Durch rechtswidrige Nutzung des Treuhandvermögens als
Milliardenparkplatz sollen Einnahmen von 1,5 Mrd. € von 2003 auf 2004
verschoben werden. Das sind unzulässige Schattenhaushalte und teure
schwarze Kassen. Bei der Reform der Gemeindefinanzen hat der
Bundesfinanzminister vollkommen versagt. Sein Vorschlag wurde ihm von
der eigenen Fraktion aus der Hand geschlagen. Durch Berücksichtigung
ertragsunabhängiger Elemente und die Einbeziehung der Freiberufler
werden die Belastungen für die Wirtschaft nun weiter erhöht, ihre
Wettbewerbsfähigkeit weiter eingeschränkt.
Die Union hat rechtzeitig gewarnt und Lösungsvorschläge gemacht.
Wir bleiben dabei: Erforderlich sind jetzt das Aussetzen der
Haushaltsberatungen für 2004, ein sofortiger Kassensturz, eine
Haushaltssperre für alle disponiblen konsumtiven Staatsausgaben, ein
Haushaltssicherungsgesetz, mit dem gesetzliche Leistungen
zurückgeführt werden. Es muss mit dem Sparen ernst gemacht werden.
Gleichzeitig muss der Umsatzsteuerbetrug entschieden bekämpft werden.
Darüber hinaus müssen umfassende Reformen auf dem Arbeitsmarkt und in
den sozialen Sicherungssystemen erfolgen, damit die Beschäftigung
wieder zunimmt und wir wieder Wachstum in Deutschland haben. Vor
allem muss wieder eine verlässliche Politik betrieben werden, damit
Bürger und Unternehmen Vertrauen haben, die wichtigste Voraussetzung
für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Schwindeln muss aufhören,
damit unser Land den Weg aus der Krise finden kann.
ots-Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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