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11.10.2001 – 12:04

CDU/CSU - Bundestagsfraktion

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Widmann-Mauz/Diemers: Gleichstellung durchsetzen!

Berlin (ots)

Zu der heute im Deutschen Bundestag stattfindenden
Debatte zum von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines
Gleichstellungsdurchsetzungsgesetzes erklären die Vorsitzende der
Gruppe der Frauen, Annette Widmann Mauz MdB und die heutige Rednerin
und Berichterstatterin im Ausschuss Familie, Senioren, Frauen und
Jugend, der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Renate Diemers MdB:
Angesichts des menschenunwürdigen Verhaltens gegen Frauen in
vielen Teilen der Welt - und uns aktuell bewußt auch in Afghanistan -
verblassen unsere eigenen Gleichberechtigungsprobleme.
Aber sowohl in Afghanistan als auch bei uns ist die Hauptursache
für alle Gleichberechtigungsprobleme die Machtfrage zwischen Männern
und Frauen.
Diese Machtfrage zieht sich durch alle Gesellschaften und ist in
allen sogenannten Entwicklungsstadien zu finden. Leider auch noch bei
uns.
In der Vergangenheit hat es bei uns viele Initiativen für Frauen
gegeben. Eine der besten war die Einführung der Frauenfördergesetze
für den Geltungsbereich des öffentlichen Dienstes des Bundes. Ohne
diese Frauenfördergesetze wären wir noch viel weiter von einer
wirklichen Gleichberechtigung entfernt. Natürlich sind die Erfolge
bescheiden, aber wir Frauen sollten uns die - wenn auch kleinen -
Erfolge nicht künstlich kleinreden lassen.
Wir profitieren heute von den Erfahrungen unserer ersten
Frauenfördergesetze. Die Frauenförderung wird mit dem neuen Gesetz
weiterentwickelt, der Geltungsbereich des Gesetzes etwas ausgeweitet,
die Kompetenzen der Gleichstellungsbeauftragen genauer definiert und
ausgedehnt.
Wir können heute dem Gesetz zustimmen, obwohl wir in der CDU/CSU
in einzelnen Fragen Bedenken hatten, uns eine weniger dirigistische
Lösung wünschten und z.B. auf ein Klagerecht gerne verzichtet hätten.
Wir stimmen wir heute zu, da wir in der grundsätzlichen Frage der
Frauenförderung dasselbe Ziel anstreben.
Wichtig ist für uns, dass mit der Umsetzung des Gesetzes außerdem
erreicht wird:
1.   eine größere gesellschaftliche Akzeptanz von Frauen
   in der Arbeitswelt und von Frauen in Führungspositionen 
   2.   eine wachsende Selbstverständlichkeit in Hinblick auf die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dieser Punkt gilt
gleichermaßen für Mütter und Väter und 
   3.   eine Vorbildfunktion für Unternehmen in der Privatwirtschaft
   Wenn wir in der öffentlichen Verwaltung für die Frauen die
gesteckten Ziele auch nur annähernd erreichen, wird der öffentliche
Dienst ein wichtiges Signal für die übrigen Wirtschaftsunternehmen in
Deutschland ausstrahlen. 
   Es ist notwendig, die Flexibilisierungen der Arbeitsorganisation
und eine auch auf Frauen ausgerichtete Personalplanung als wichtige
Elemente in der Arbeitswelt voranzubringen. 
   Die Arbeitgeber und Führungskräfte unterliegen aber einem großen
Irrtum, wenn sie erwarten, dass eine ausgeweitete Kinderbetreuung und
Ganztagsschulen - also öffentliche Aufgaben - die übrigen Probleme
alleine lösen könnten.

Rückfragen bitte an:

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Tel.: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.bundestag.de
E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de

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