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Kues: Union muß Profil der Unverwechselbarkeit herausarbeiten

    Berlin (ots) - Anlässlich der Erklärung der deutschen
Bischofskonferenz zur Biomedizin äußert der Beauftragte der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Kirchen und
Religionsgemeinschaften, Dr. Hermann Kues MdB:
    
    Die Erklärung der Bischöfe ist eine wichtige Hilfe für eine
ethisch fundierte Debatte, in der sich die Union an die Spitze derer
stellen muss, die grundsätzlich die Selektion in gutes und schlechtes
Leben ablehnt. Ich bin froh, dass die Deutsche Bischofskonferenz in
ihrem Papier in aller Klarheit die Knackpunkte der gegenwärtigen von
interessierter Seite "pragmatisch" geführten Biomedizindebatte
benannt hat, wonach der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes nicht
verfügbar ist. Seine Individualität und sein Leben sind gleichermaßen
zu schützen gegen Eingriffe des Klonens oder der
Präimplantationsdiagnostik.
    
    Die Diskussion in der Öffentlichkeit müsse auch deutlich machen,
dass es eine gefährliche Illusion sei, Krankheit, Behinderung und
Sterben als Teil des menschlichen Lebens ausblenden zu können.
    
    Dies schließe nicht aus, die neuesten Erkenntnisse der Forschung
verantwortlich zum Wohle der Menschen einzusetzen. Das gehöre sogar
zur Pflicht eines jeden Christen.
    
    Die Union tut gut daran, in der politischen Diskussion um die
Biomedizin durch eigene konsequente Orientierung am christlichen
Menschenbild ein Profil der Unverwechselbarkeit herauszuarbeiten.
    
    Die in der Sache grob fahrlässigen Äußerungen von Kanzler Schröder
zur Biomedizin- und Genforschung beschwört die Gefahr herauf, dass
die ernsthafte Debatte um die Gen- und Biotechnologie durch
pragmatische Beliebigkeit ersetzt wird.
    
    Wir brauchen zwar eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung
um die neuen Möglichkeiten der Medizin, man muss sich aber davor
hüten, dass durch diese Diskussion der grundlegende Schutz
menschlichen Lebens ausgehöhlt wird.
    
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