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Kampeter/Lammert: Anliegen der Rock- und Popmusikbranche ernst nehmen

    Berlin (ots) - Zur Einbringung der Großen Anfrage "Bestandsaufnahme und Perspektiven der Rock- und Popmusik in Deutschland" erklären der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss, Steffen Kampeter MdB, und der kulturpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Norbert Lammert MdB:          Der Deutsche Bundestag wird sich auf Initiative der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erstmals in seiner Geschichte umfassend mit der Rock- und Popmusik in Deutschland befassen. Mit einer Großen Anfrage "Bestandsaufnahme und Perspektiven der Rock- und Popmusik in Deutschland" will die Unionsfraktion auf die wachsende Bedeutung dieser populären Musik- und Kulturform und ihre gestiegene Akzeptanz im Vergleich zu anderen Kulturbereichen hinweisen. Dabei steht im Mittelpunkt, dass sich aufgrund der Veränderung rechtlicher und technischer Rahmenbedingungen sowie eines veränderten und stark ausgeweiteten Nutzungsverhaltens die Pop- und Rockkultur von einer ehemaligen "Außenseiterrolle" zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig und einem gesellschaftlich weithin akzeptierten Kulturbereich fortentwickelt hat, der allerdings bisher eine entsprechende politische Aufmerksamkeit nicht gefunden hat. Wir nehmen die Anliegen aus der Rock- und Popmusik genauso ernst wie die Anliegen anderer, traditioneller Kulturbereiche.

    Wie schon mit unserer Anfrage zur "Soziokultur" wollen wir die Breite der kulturellen Landschaft in Deutschland gegen einen verengten Begriff der Kulturförderung deutlich machen, wie er in der auf "Repräsentativ-Kultur" fixierten kulturpolitischen Orientierung der Bundesregierung und ihres zuständigen Staatsministers Michael Naumann zum Ausdruck kommt.

    Deshalb soll in einer Bestandsaufnahme die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung dieses Segmentes erstmals umfassend erfasst werden. Dabei ist Schwerpunkt unseres Interesses, ob die Förder- und Rahmenbedingungen der Rock- und Popmusik auf Bundesebene dem Gewicht dieses Kulturbereiches Rechnung tragen. Es sollen zudem die Veränderung der Verbreitung dieser Musikrichtung, vor allem durch das Internet, und die sich daraus ergebenden Auswirkungen dargestellt werden. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion interessiert sich auch für die Haltung der Bundesregierung zur Förderung einheimischer Musikproduktion, etwa in Gestalt einer Quotenregelung, wie wir sie beispielsweise aus Frankreich kennen. Wir fordern auch Auskunft über die von den Betroffenen für wichtig befundene außenwirtschaftliche Förderung für die Musikwirtschaft.

    In einem zweiten Bereich werden Ausbildung und Nachwuchsförderung von Rock- und Popmusikern in Deutschland hinterfragt.

    Im Bereich der rechtlichen Rahmenbedingungen sollen insbesondere die urheberrechtlichen Fragen geprüft werden. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist in großer Sorge, dass es durch die neuen technologischen Veränderungen und die damit verbundene Aufweichung des Urheberrechtsschutzes zu einer Beeinträchtigung auch der Rock- und Popkultur kommen kann. Vor diesem Hintergrund erwarten wir Auskunft über die Initiative, wie ,copy kills music' oder über den Einfluss der rechtlichen Auseinandersetzung über "MP3" bzw. "Napster" für die Bundesrepublik Deutschland.

    Die Vertreter der Bundesregierung kleiden sich gerne mit Größen aus dem Rock- und Popbereich. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion befasst sich hingegen mit dem Anliegen der Branche.

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